Donnerstag 22. Juni 2017, 20 h

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Irène Schweizer: Jazzpianistin, Aktivistin, Ikone.

Christian Broecking stellt seine gerade erschienene Biografie der legendären Musikerin vor.
Lesung und Gespräch. Hören ausgewählter Platten.

Links, lesbisch, autonom. Autodidaktin aus Schaffhausen, die 1960 mit 19 Jahren das Zürcher Amateur-Jazz-Festival gewinnt. Eine Frau ist nicht vorgesehen – der 1. Preis ist ein Herrenhemd. Der Weg der jungen Frau aus der Nordschweizer Provinz führt immer weiter hinein in die experimentelle Musik: von Londons Jazzclub Ronnie Scott´s und dem Zürcher Africana Club bis zu den Avantgardebühnen in Wuppertal, Berlin, Willisau, Chicago und New York, und von Konzerten mit Don Cherry, Louis Moholo und George Lewis bis zu Soloauftritten als führende Pianistin des europäischen Jazz in den Schweizer Tempeln der Hochkultur, dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern und der Tonhalle Zürich. Immer wieder kämpft sie für künstlerische Freiheit und Autonomie.

Christian Broecking hat in umfangreichen Fallstudien und Gesprächen mit der Pianistin Irène Schweizer und über 60 Zeitzeugen eine der ungewöhnlichsten Musikerinnenbiografien der europäischen Nachkriegszeit rekonstruiert

Moderation: Reinhard Gagel

Eintritt frei, Spenden erbeten, Anmeldung nicht erforderlich

Einen kurzen Überblick über bereits vergangene Laborveranstaltungen gibt es hier.