Identifikation und Improvisation mit den Elementen nach Lecoq und der Transfer in die Stimme und in (auch theatrale) Bewegung im Raum

1. – 3. Juni 2018, Leitung: Hilde Kappes

Die Identifikation der Elemente als Basis berührt das Jahrtausend alte Wissen der östlichen Kulturen, dass die fünf Elemente: Feuer – Wasser – Erde – Luft und Äther, Essenzen unserer energetischen und körperlichen Struktur sind. In vielen Heil-Methoden wird damit erfolgreich gearbeitet, sei es in der ayurvedischen Behandlung oder der traditionell chinesischen Medizin.

Jacques Lecoq, ein französischer Theaterpädagoge entwickelte die Methode „Neutrale Maske“, die den Ausdruck und die Facetten des Seins auf eine Art „stillsten neutralsten Punkt“ zu führen versuchte. Die ESSENZ des Spiels sollte wichtiger werden als der Schauspieler an sich. Durch Identifikation mit den Elementen als auch mit Aggregatzuständen, Charakteren und auch in der Identifikation mit Tieren fand er im Spiel zu einer immensen Erweiterung des kreativen Ausdrucks. Das sich Identifizieren mit den Elementen in Körper, Geist und Energie erfordert die oder eine Neutralisierung der „Identifikation mit sich selbst“, sprich: Glaubens-Muster, Bewegungs-Muster und Überzeugungen werden aufgeweicht und entlarvt, um sich der größtmöglichen Präsenz für das Spiel und die Identifikation zu öffnen. Manchmal mit einer neutralen weißen Maske und manchmal ohne, übt der Körper/das Individuum eine Art Entleerung des alten Repertoires, um in Muskeltonus, Bewegung und Spiel einen neutralen Zustand erkennbar werden zu lassen, der z. B. die Dynamik von Feuer oder Wasser erfasst. Wenn er erfasst und empfunden wurde, kann dieses Spiel dann wiederum in Personifizierung bzw. „Figur“, Rolle oder Stück gebracht werden. Neu erlangte Ausdrucksweisen, Dynamik im Spiel und Präsenz, in Körper und Raum kann dann in jene Kunst Richtung transferiert werden, die man benötigt: Musik, Text, Tanz, Bild.

ABER AUCH FÜR NICHT KUNST SCHAFFENDE ist dieses Erleben ein komplett neuer Zugang zum Körper und zur Stimme! Der Transfer in Stimme und in Gesang dieser imaginativen und identifikatorischen Prozesse lassen Stimm-Umfang, -Tonus und -Dynamik drastisch erweitern. Es entsteht eine neue Bandbreite emotionaler und technischer Ausdrucksmöglichkeiten, die anders kaum zu erreichen ist.

 

Leitung:

Kurszeiten:

Fr 18 – 21 h, Sa 11 – 18.30 h, So 11 – 15 h

Kursgebühr:

150 Euro / 130 Euro, Anzahlung erforderlich

Anmeldung:

Hilde Kappes
0173 – 612 11 87,

Anmeldeschluss 18. Mai 2018

 

Hier gibt es einen Überblick der vergangenen Workshopangebote in 2017 & 2018.