Sonntag, 9. September 2018, 20 h (Saal 1)

Konzertreihe “Improvisation International”

Vielversprechend sind schon die Namen der beiden Duos Iana und Owl. Das Pianistinnen-Duo Iana (von Christine Wodrascka und Betty Hovette) hat sich nach dem römischen Gott Ianus benannt, der für Dualität ebenso wie für Ursprung und Ende, Offenheit und Kommunikation steht. Das Duo Owl (von Karl Bjorå und Signe Emmeluth) ist benannt nach der Eule als Symbol für Weisheit.

Iana

Christine Wodrascka (FR) – Klavier
Betty Hovette (FR) – Klavier

Iana sind die französischen Pianistinnen Christine Wodrascka und Betty Hovette, die ihr Duo im letzten Jahr auf den Donaueschinger Musiktagen vorgestellt hatten. Iana ist die weibliche Form, die die Musikerinnen von dem doppelgesichtigen Gott Ianus abgleitet haben. Ihr Programm läuft demzufolge sinngemäß unter dem Motto „Von einem Extrem zum anderen“. Iana ist für sie die Einheit zweier Identitäten: Zwei sich gegenüber befindende Klaviere, die klanglich verschmelzen oder gegeneinander opponieren. Und die Begegnung der beiden Pianistinnen hebt Genregrenzen und die Grenzen der musikalischen Universen auf. Ihr Spiel ist eine transidiomatische Suche mit dem Bedürfnis, das Bewusstsein aufzurütteln. Eine Suche, bei der nichts unterdrückt wird. Es ist eine Einladung an die Schönheit der Verknappung, ein Eintauchen in das sanfte Unbekannte als Reaktion auf eine Welt, in der alles geplant, keimfrei und unter Kontrolle ist.

Owl

Karl Bjorå (NO) – E-Gitarre, Elektronik
Signe Emmeluth (DK) – Altsaxophon, Elektronik

Owl entspringt der kreativen Improvisationsszene Trondheims und besteht aus Karl Bjorå, E-Gitarre und Elektronik, sowie aus Signe Emmeluth, die Saxofon und ebenfalls Elektronik spielt. Ausgehend von einem gemeinsamen Interesse, neue Klänge zu entdecken und improvisatorische Formen zu erkunden, hat sich Owl seit ihrer Gründung im Jahr 2016 beständig weiterentwickelt und ist für sie zum idealen Ort für ihre musikalischen Experimente geworden. Beide sind beachtete Instrumentalisten der Skandinavischen Jazz- und Improvisations-Szene; überdies hinaus erachten sie aber ihre selbst entwickelten erweiterten Spieltechniken und ihren Gebrauch von Elektronik als den konstruktivsten Weg, neue Formen und Klänge zu entwickeln. Als ein Resultat ihrer Arbeit wurden Owl bereits auf einige europäische Konzertreihen und Festivals eingeladen.

Eintritt: 12 / 10 / 6 Euro (Normalpreis / ermäßigt / Berlin-Pass)
Reservierungen unter oder (030) 84 72 10 52.

 

Hier findet sich ein Überblick über vergangene Konzerte in 2017 & 2018.