Willem Schulz

1950 in Hamburg geboren und in Vlotho “am Cello” aufgewachsen, Musikstudium in Detmold, Gruppenimprovisation u.a. mit Lilli Friedemann, in den frühen 70ern Auftritte in ganz Europa mit “NED” (Trio mit Gerhard Stäbler und Max E. Keller) sowie dem “Ensemble Musica Negativa” unter Leitung von Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn. Intensive Beschäftigung mit den Bereichen Freie Improvisation, Fluxus und Happening. 1976 Gründung des Kulturzentrums “Wilde Rose” in Melle, seit den 80ern Entwicklung der “Musik als Intervention, als ungewöhnliches soziales Ereignis, als Chance freier künstlerischer ’Forschung’ in der Öffentlichkeit, auf der Straße, in der Landschaft…” Spartenübergreifende Zusammenarbeit mit Künstlern aller Art wie auch mit Arbeitern und ihren Maschinen.
Kompositionen für große u. kleine Besetzung, Projekte, Stadtmusiken (z.B. die 3 Osnabrücker Stadtmusiken „gestrichen“, 1987, „ATEM“, 1988 und „MomentMal“, 1989), Musikalische LandArt (wie ting II 1995, die Inszenierung der Insel Spiekeroog), Installationen, „Soziale Konzerte“, Walk-Acts, Performances u. Events im In- und Ausland.
Mitgründer diverser Ensembles, u.a.: “Erstes Improvisierendes Streichorchester“, “Trio Dekadenz“, “open string quartet“, “TatUntat“ mit Auftritten im In- und Ausland. U.a. Südamerika-Tourneen 2009 + 2011 mit der japanischen Butoh-Tänzerin Minako Seki.
Zeitweiliger Dozent an den Universitäten Hildesheim und Bielefeld, der Alice-Salomon-Hochschule Berlin, der Laborschule Bielefeld sowie der DansArt Academy.
2001 Kulturpreis des Landschaftsverbandes Osnabrück
Seit 2005 Vorsitz der “Cooperativa Neue Musik“ Bielefeld, künstlerischer Leiter des interdisziplinären Neue-Musik-Festivals DIAGONALE, das im Jahr 2010 zum UNESCO-Projekt erklärt wurde. Thema 2013: SCHWÄRME.
Aktuelle CD: cello in contact – 43 Dialoge mit der Welt.

Willem Schulz lebt und arbeitet in Melle. Er ist verheiratet, hat 3 Kinder und 4 Enkel.

www.willemschulz.de