Workshop & Gespräch mit Özge Tomruk (Applied Action Theater) und Rainer Stolz

Sonntag, 3. März 2019, 19.30 – 22 h

Spur 01: Wechselspiele

In der Improvisation lassen wir ständig los und wenden uns gleichzeitig dem Neuen zu, dafür setzen wir ein: Zu-hören und Auf-hören. Dieses Wechselspiel erfordert in der Action Theater Improvisation den gesamten Körper als „Hörorgan“. Auf Türkisch haben „hören“ und „fühlen“ die gleiche Wurzel. Die Improvisierenden fühlen, wann der nächste Wechsel dran ist. Der abrupte Wechsel (Shift) ist ein Weg, zu unterbrechen und einen neuen Impuls zu setzen. Dieses und andere Wechsel-Phänomene sowie deren Übertragbarkeit ins übrige Leben werden wir zusammen erforschen.

Die körper- und bewegungsorientierte Action Theater Improvisationsmethode arbeitet mit Wahrnehmung, Bewusstsein und Veränderungsprozessen. Sie integriert Körper, Geist und fördert den spontanen und bewussten Ausdruck – für mehr Präsenz auf der Bühne und im Leben. Mein Fokus liegt auf der Anwendbarkeit dieser Methode in anderen Lebensbereichen, also „Applied Action Theater“, also: JEDE/R ist willkommen!

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bitte bringen Sie bequeme Kleidung mit.

Özge Tomruk, Theaterwissenschaftlerin und Action Theater Lehrerin

 

Reihe: Improvisation als Lebenskunst!?

Improvisiert wird einerseits in der Musik, im Tanz oder im Theater – andererseits in Lebensfeldern wie der Kommunikation, in Beziehungen, im Leben mit Kindern, in Lern- und Arbeitsprozessen, in der Selbstorganisation, im Coaching, in Therapie und Selbsterfahrung. Im Rahmen dieser Reihe bieten Dozent*innen aus verschiedenen Bereichen Kernpunkte ihrer Arbeit mit Improvisation und Lebenskunst in einem Workshop zur praktischen Erkundung und in einem Gespräch zur Reflexion an. Alle Interessierten sind zum Erfahrungsaustausch und zum gemeinsamen Forschen herzlich willkommen!

Leitfragen der Reihe sind:

  • Was erfahren, was lernen wir im Spiel mit Improvisation über und für das alltägliche Leben?
  • Inwiefern unterstützt uns Improvisation dabei, mit Herausforderungen und Krisen persönlicher, sozialer oder gesellschaftlicher Art umzugehen?
  • In welchen Lebens-, Arbeits- und Gesellschaftsbereichen bietet sich ein Transfer improvisatorischer Formate, Werkzeuge und Grundhaltungen an?
  • Was trägt Improvisation zu einem guten Leben, zu Vielfalt, Kooperation und Frieden bei?

Weitere Termine in der Reihe Improvisation als Lebenskunst!?:

Die Termine können einzeln oder in Folge besucht werden.

Gastgeber der Reihe ist der Autor, Performer und Dozent am exploratorium berlin Rainer Stolz.

 

Eintritt: 5 – 10 Euro nach Selbsteinschätzung
Anmeldung nicht erforderlich