Spur 04: Spontaneität und Rollenvielfalt

Workshop & Gespräch
mit Manfred Jannicke (Psychodrama) und Rainer Stolz

Sonntag, 20. Oktober 2019, 19.30 – 22 h

Spur 04: Spontaneität und Rollenvielfalt

Im Psychodrama – einem aktionsorientierten, szenischen Verfahren des sozialen Lernens, begründet von Jakob L. Moreno – bieten sich (zahl-)reiche Formen der Improvisation an. Wir finden Zugänge zu unseren Grundfähigkeiten “Spontaneität” und „Kreativität” und eröffnen damit die Chance, im Improvisationshandeln die Vielfalt der uns spontan zur Verfügung stehenden Rollen bzw. Handlungsweisen zu vergrößern. Dadurch können sich die Spielräume in den sozialen Beziehungen erweitern (auch im Verhältnis zu sich selbst), Kompetenzen und Ressourcen ausgebaut und bessere Lösungen für Konfliktfelder gefunden werden. Wege, oder zumindest Schritte, in gelingenderes Leben werden möglich. An diesem Abend lade ich dazu ein, etwas davon auszuprobieren und es danach unter dem Blickwinkel des “kreativen Zirkels”, dem Prozessmodell des Psychodramas, gemeinsam anzuschauen.

Oder alles kommt doch anders, man weiß es nie ganz sicher …

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Manfred Jannicke, Psychodramaleiter, Supervisor, Diplom-Sozialpädagoge

 

Reihe: Improvisation als Lebenskunst!?

Improvisiert wird einerseits in der Musik, im Tanz oder im Theater – andererseits in Lebensfeldern wie der Kommunikation, in Beziehungen, im Leben mit Kindern, in Lern- und Arbeitsprozessen, in der Selbstorganisation, im Coaching, in Therapie und Selbsterfahrung. Im Rahmen dieser Reihe bieten Dozent*innen aus verschiedenen Bereichen Aspekte ihrer improvisatorischen Arbeit zwischen Kunst und Lebenskunst in einem Workshop zur praktischen Erkundung und in einem Gespräch zur Reflexion an. Alle Interessierten sind zum Erfahrungsaustausch und zum gemeinsamen Forschen herzlich willkommen!

Leitfragen der Reihe sind:

  • Was erfahren, was lernen wir im Spiel mit Improvisation über und für das alltägliche Leben?
  • Inwiefern unterstützt uns Improvisation dabei, mit Herausforderungen und Krisen persönlicher, sozialer oder gesellschaftlicher Art umzugehen?
  • In welchen Lebens-, Arbeits- und Gesellschaftsbereichen bietet sich ein Transfer improvisatorischer Formate, Werkzeuge und Grundhaltungen an?
  • Was trägt Improvisation zu einem guten Leben, zu Vielfalt, Kooperation und Frieden bei?

Gastgeber der Reihe ist der Autor, Performer und Dozent am exploratorium berlin Rainer Stolz.

 

Eintritt: 5 – 10 Euro nach Selbsteinschätzung
Anmeldung nicht erforderlich