Samstag, 2. März 2019, 15 h (Saal 1) muss leider entfallen!

Schülerinnen und Schüler der Johann-Strauß-Grundschule Hellersdorf-Marzahn präsentieren Ergebnisse der Projektreihe neuronet.

Projektleitung: Kathrin von Kieseritzky (Musikerin) und Ynez  de Zilón (Bildende Künstlerin, sound artist).

Im Rahmen dieser Projektreihe tauchen Schülerinnen und Schülern der 4.-6. Klassenstufen in die Welt der graphisch und skulptural notierten Musik ein. Unter Bezugnahme auf diesen spezifischen musikalisch-künstlerischen Brückenschlag lassen sich improvisatorische und kompositorische Grundprinzipien ganz unmittelbar einführen und erfahren. Diese Grundprinzipien werden sodann in vielerlei Variationen musikalisch ausgelotet: wie sich hohe spitze Töne etwa durch pointierte und kantige Formen verbildlichen lassen, dunkle tiefe Klänge mithilfe weicher Flächen und Materialien, symmetrische oder wiederkehrende Rhythmen durch entsprechend gespiegelte oder repetitive graphische Zeichenfolgen dargestellt werden können sowie schnell wechselnde, undifferenzierte Rhythmen durch komplexe Strukturen. Skulpturen bieten sich in ihrer Dreidimensionalität für eine Fülle musikalischer Interpretationsmöglichkeiten an. Dennoch gibt es Parameter, die einer Beliebigkeit entgegen stehen, wie zum Beispiel Aspekte von Durchlässigkeit oder Geschlossenheit, Auseinanderstreben oder Verdichtung oder aber die Bedeutung der konkreten Materialität. Diese Parameter führen zu Fragestellungen, deren Lösungen sich durch Experiment und Diskurs herauskristallisieren lassen.

Der wechselseitige Transfer zwischen Musik und Klang respektive Bild und Skulptur erfordert von Seiten der Kinder eine hohe Konzentration und innere Beteiligung. Dieser Transfer-Prozess fördert sowohl ihre sinnlichen und emotionalen, als auch ihre kognitiven Fähigkeiten in besonderem Maße. Er schult das musikalische und bildnerische Vorstellungsvermögen und verlangt bzw. fördert und erweitert die Abstraktionsfähigkeit. Im Kontrast zu den aktuellen Tendenzen unseres stark technologisierten Zeitalters, sich vorgefertigter Settings zu bedienen, wird hier die konkrete und lebendige Auseinandersetzung mit einfachen Materialien und grundlegenden Prinzipien angeboten – die daher ein umso höheres Maß an Eigeninitiative und Schöpferkraft erfordert. Durch die Ensemblearbeit erfahren sie ganz direkt, wie wichtig der respektvolle Umgang miteinander und die Aufmerksamkeit für jeden Einzelnen ist, um ein gemeinsames Werk hervorbringen zu können.

Weitere Informationen zu neuronet finden Sie unter unter www.wahrnehmungskompetenz.de.

Eintritt frei

 

Dieses Projekt wurde von der Dr.-Ing. Hans-Joachim Lenz Stiftung Mainz gefördert

 

Hier gibt es einen Überblick über vergangene Konzerte in 2018 und 2019.