Die Bücher können während der Bibliotheksöffnungszeiten (Opening hours of the library) eingesehen werden. Für Studierende, MusikerInnen und ForscherInnen ist es auch möglich, längere Extra-Sondertermine zu vereinbaren.

David Toop

Into the Maelstrom: Music, Improvisation and the Dream of Freedom; Before 1970

(English) Bloomsbury Publishing, 2016 – 330 Pages

In this first installment of acclaimed music writer David Toop’s interdisciplinary and sweeping overview of free improvisation, Into the Maelstrom: Music, Improvisation and the Dream of Freedom: Before 1970 introduces the philosophy and practice of improvisation (both musical and otherwise) within the historical context of the post-World War II era. Neither strictly chronological, or exclusively a history, Into the Maelstrom investigates a wide range of improvisational tendencies: from surrealist automatism to stream-of-consciousness in literature and vocalization; from the free music of Percy Grainger to the free improvising groups emerging out of the early 1960s (Group Ongaku, Nuova Consonanza, MEV, AMM, the Spontaneous Music Ensemble); and from free jazz to the strands of free improvisation that sought to distance itself from jazz. In exploring the diverse ways in which spontaneity became a core value in the early twentieth century as well as free improvisation’s connection to both 1960s rock (The Beatles, Cream, Pink Floyd) and the era of post-Cagean indeterminacy in composition, Toop provides a definitive and all-encompassing exploration of free improvisation up to 1970, ending with the late 1960s international developments of free music from Roscoe Mitchell in Chicago, Peter Brötzmann in Berlin and Han Bennink and Misha Mengelberg in Amsterdam.”

 

Christian Bröcking

Dieses unbändige Gefühl der Freiheit: Irène Schweizer – Jazz, Avantgarde, Politik

Broecking Verlag Berlin, 2016 – 477 Seiten

!siehe dazu auch: Christian Broecking und Reinhard Gagel stellen das Buch vor in Lesung und mit Musikbeispielen am 22.6.2017 in der Reihe: Labor im exploratorium!
Irène Schweizer: Jazzpianistin, Aktivistin, Ikone. Links, lesbisch, autonom. Autodidaktin aus Schaffhausen, die 1960 mit 19 Jahren das Zürcher Amateur-Jazz-Festival gewinnt. Eine Frau ist nicht vorgesehen – der 1. Preis ist ein Herrenhemd. Der Weg der jungen Frau aus der Nordschweizer Provinz führt immer weiter hinein in die experimentelle Musik: von Londons Jazzclub Ronnie Scott´s und dem Zürcher Africana Club bis zu den Avantgardebühnen in Wuppertal, Berlin, Willisau, Chicago und New York, und von Konzerten mit Don Cherry, Louis Moholo und George Lewis bis zu Soloauftritten als führende Pianistin des europäischen Jazz in den Schweizer Tempeln der Hochkultur, dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern und der Tonhalle Zürich. Immer wieder kämpft sie für künstlerische Freiheit und Autonomie. Ihr konsequentes Eintreten gegen die Apartheid und für Frauenrechte führt zur im Fichenskandal öffentlich gewordenen Beschattung durch den Schweizer Geheimdienst, doch Irène Schweizer setzt sich weiter für eine linke Politik in der Schweiz ein. Aktiv in der Feminismus- und Lesbenszene bewegt sie Strukturen, provoziert, fordert heraus: mit der Feminist Improvising Group FIG, der European Women‘s Improvising Group EWIG, dem schweizerisch-französisch-englischen Trio Les Diaboliques und dem ersten Frauen-Jazzfestival in der Schweiz. Sie ist Mitgründerin von Fabrikjazz, vom taktlos Festival und vom Zürcher Label Intakt, das ihr Werk seither begleitet.

Christian Broecking hat in umfangreichen Fallstudien und Gesprächen mit Schweizer und über 60 Zeitzeugen eine der ungewöhnlichsten Musikerinnenbiografien der europäischen Nachkriegszeit rekonstruiert.

 

William Parker

Who owns music ? – notes from a spiritual journey

(English) Buddy´s knife jazzedition Köln, 2013 – 141 Seiten

William Parker ist nicht nur einer der wichtigsten Komponisten und Bassisten in der kreativen Musikwelt, er spielt eine ebenso prägende Rolle als Integrationsfigur der jüngeren Avantgardejazzszene der USA. „who owns music?“ versammelt William Parkers politische Gedanken, seine musiktheoretischen Aufsätze und seine Gedichte. Er schreibt als Musiker, als Lehrer, als Sohn, als Vater, aber in erster Linie als Mensch, dem es wichtig ist, die Welt in seinem Sinne mitzugestalten. Die Texte sind Statements und Traum zugleich, wie viele seiner Improvisationen selbst.

Oton explo: William Parker war am 17.11.16 zusammen mit Sebastian Grams zu Gast.

 

Konrad Heiland (HG.)

Kontrollierter Kontrollverlust: Jazz und Psychoanalyse

IMAGO Psychosozial-Verlag Gießen, 2016 – 339 Seiten

Die Psychoanalyse und der Jazz entstanden beide zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Neben der zeitlichen Parallelentwicklung beider Strömungen lassen sich weitere Entsprechungen feststellen: In der Therapie wird die freie Assoziation fruchtbar gemacht, im Jazz entfalten sich die musikalischen Möglichkeiten gerade durch die Improvisation – beide profitieren von kreativer Freiheit innerhalb klarer Strukturen.

Sowohl in der Psychoanalyse als auch in der Musik ist ein kontrollierter Kontrollverlust nicht nur möglich, sondern sogar erwünscht, um Spielräume auszuloten, die Beziehung zwischen Bewusstem und Unbewusstem zu vertiefen und neue Ideen zu entwickeln. Die Texte des vorliegenden Buches vermitteln ein besseres Verständnis psychischer Prozesse anhand musikalischer Phänomene, während umgekehrt auch musikalische Vorgänge mithilfe psychoanalytischer Begrifflichkeiten verstehbar werden. Porträts facettenreicher Musikerpersönlichkeiten sowie Interviews mit zeitgenössischen Jazz-Musikern ergänzen die theoretischen Betrachtungen. Im deutschsprachigen Raum stellt der vorliegende Sammelband einen ersten Versuch dar, Jazz und Psychoanalyse eingehender miteinander zu verbinden.

Mit Beiträgen von Ulli Bartel, Christopher Dell, Daniel Feige, Laia Genc, Konrad Heiland, Andreas Jacke, Hannes König, Klaus Lumma, Sebastian Leikert, Antje Niebuhr, Theo Piegler, Jörg Scharff und Willem Strank.

 

David Toop

Sinister Resonance: The Mediumship of the Listener

(English) Continuum Publishing Group London, New York, 2010 – 256 Pages

Sinister Resonance begins with the premise that sound is a haunting, a ghost, a presence whose location is ambiguous and whose existence is transitory. The intangibility of sound is uncanny – a phenomenal presence in the head, at its point of source and all around. The close listener is like a medium who draws out substance from that which is not entirely there.

The history of listening must be constructed from the narratives of myth and fiction, ‘silent’ arts such as painting, the resonance of architecture, auditory artefacts and nature. In such contexts, sound often functions as a metaphor for mystical revelation, forbidden desires, formlessness, the unknown, and the unconscious. As if reading a map of hitherto unexplored territory, Sinister Resonance deciphers sounds and silences buried within the ghostly horrors of Arthur Machen, Shirley Jackson, Charles Dickens, M.R. James and Edgar Allen Poe, Dutch genre painting from Rembrandt to Vermeer, artists as diverse as Francis Bacon and Juan Munoz, and the writing of many modernist authors including Virginia Woolf, Samuel Beckett, and James Joyce.

 

Wolfgang Sandner

Keith Jarrett: Eine Biographie

Rowohlt Berlin, 2015 – 357 Seiten

Keith Jarrett ist einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts, ein Jazzvisionär und glänzender Interpret der Klassik, ein Meister der Improvisation – sein legendäres «Köln Concert» von 1975 ist bis heute die meistverkaufte Soloplatte des Jazz überhaupt. Wolfgang Sandner kennt Keith Jarrett, über dessen Leben bislang nur wenig bekannt ist, seit vielen Jahren, war Gast in Jarretts Haus und hat in langen, intensiven Gesprächen den Menschen hinter der Musik erlebt. Nun erzählt er die Biographie des Künstlers: von Jarretts Kindheit, in der er als Wunderkind die Bühne betrat, über seine Selbstfindung im Spiel mit Größen wie Art Blakey, Charles Lloyd oder Miles Davis bis zu seinen gefeierten Interpretationen der Werke Bachs, Mozarts oder Schostakowitschs. Sandner zeigt, was Jarrett und seine Musik prägte, erzählt aber auch von Schicksalsschlägen – wie jenem chronischen Erschöpfungssyndrom, das Jarrett für Jahre verstummen ließ, bevor er sich Ende der Neunziger triumphal zurückmeldete. Das Porträt eines der größten Pianisten der Gegenwart, erzählt von einem der wenigen, die Jarrett nahekommen konnten – und zugleich eine Musikgeschichte der letzten fünfzig Jahre, voller Momente magischer Intensität, in denen sich die treibende Kraft der Musik offenbart.

 

Peter Elsdon

Keith Jarrett’s The Köln Concert

(English) Oxford University Press, 2013 – 171 Pages

Keith Jarrett ranks among the most accomplished and influential pianists in jazz history. His The Köln Concert stands among the most important jazz recordings of the past four decades, not only because of the music on the record, but also because of the remarkable reception it has received from musicians and lay-listeners alike. Since the album’s 1975 release, it has sold over three million copies: a remarkable achievement for any jazz record, but an unprecedented feat for a two-disc set of solo piano performances featuring no well-known songs.
In Keith Jarrett’s The Köln Concert, author Peter Elsdon seeks to uncover what it is about this recording, about Keith Jarrett’s performance, that elicits such success. Recognizing The Köln Concert as a multi-faceted text, Elsdon engages with it musically, culturally, aesthetically, and historically in order to understand the concert and album as a means through which Jarrett articulated his own cultural and musical outlook, and establish himself as a serious artist. Through these explorations of the concert as text, of the recording and of the live performance, Keith Jarrett’s The Köln Concert fills a major hole in jazz scholarship, and is essential reading for jazz scholars and musicians alike, as well as Keith Jarrett’s many fans.

 

John Corbett

Microgroove: Forays into Other Music

(Englisch) Duke University Press, 2015 – 468 Pages

Microgroove continues John Corbett’s exploration of diverse musics, with essays, interviews, and musician profiles that focus on jazz, improvised music, contemporary classical, rock, folk, blues, post-punk, and cartoon music. Corbett’s approach to writing is as polymorphous as the music, ranging from oral history and journalistic portraiture to deeply engaged cultural critique. Corbett advocates for the relevance of “little” music, which despite its smaller audience is of enormous cultural significance. He writes on musicians as varied as Sun Ra, PJ Harvey, Koko Taylor, Steve Lacy, and Helmut Lachenmann. Among other topics, he discusses recording formats; the relationship between music and visual art, dance, and poetry; and, with Terri Kapsalis, the role of female orgasm sounds in contemporary popular music. Above all, Corbett privileges the importance of improvisation; he insists on the need to pay close attention to “other” music and celebrates its ability to open up pathways to new ideas, fresh modes of expression, and unforeseen ways of knowing.

 

Thomas Zlabinger

Free From Jazz: The Jazz and Improvised Music Scene in Vienna after Ossiach (1971-2011)

(Englisch) LAP LAMBERT Academic Publishing, 2013 – 336 Pages

Focusing on a diverse and eclectic scene that is under-documented, this book investigates the historical, social, and cultural aspects of jazz and improvised music in Vienna over the last four decades. One of the most striking aspects of the entire scene is the near-absence of a racialized discourse among musicians and critics and of stereotypical markers of “blackness” in performance. Moreover, the absence of an African-descendent population in Austria, due to the country’s near-lack of a colonial history, distinguishes it from the U.S.’s jazz context. Austria’s jazz scene had no need to resist a U.S.-model of jazz performance practice, while other jazz scenes in Europe and around the world struggled to “be free of America.” Therefore, the construction of jazz and improvised music in Vienna is better seen as a process of cultural layering. These and other aspects of Vienna’s scene are examined in recordings by Mathias Rüegg, Franz Koglmann, Wolfgang Mitterer, Clemens Salesny, Franz Hautzinger, and ctrl.

Oton: eine interessante Studie zu einem legendären Ort europäischer Improvisationsgeschichte.

 

William Duckworth

Talking Music: Conversations With John Cage, Philip Glass, Laurie Anderson, And 5 Generations Of American Experimental Composers

(Englisch) Da Capo Press New York, 1999 – 489 Pages

Talking Music is comprised of substantial original conversations with seventeen American experimental composers and musicians—including Milton Babbitt, Pauline Oliveros, Steve Reich, Meredith Monk, and John Zorn—many of whom rarely grant interviews.The author skillfully elicits candid dialogues that encompass technical explorations; questions of method, style, and influence; their personal lives and struggles to create; and their aesthetic goals and artistic declarations. Herein, John Cage recalls the turning point in his career; Ben Johnston criticizes the operas of his teacher Harry Partch; La Monte Young attributes his creative discipline to a Morman childhood; and much more. The results are revelatory conversations with some of America’s most radical musical innovators.

 

Marina Santi (Ed.)

IMPROVISATION: Between Technique and Spontaneity

(Englisch) Cambridge Scholars Publishing, 2010 – 161 Pages

Underpinning this project is the attempt to grasp the notion behind improvisation and to understand what is actually meant by improvisation its nature and its construct. At the same time this project aims to bestow on improvisation its legitimate role as a versatile, long-lasting creative process of knowledge and action. The word improvisation is used to describe a host of very different things. It can be considered a collective, creative phenomenon, an individual skilled performance, an emerging act within a rooted practice, or as a set of generative techniques, yet there are a number of issues with its concept and practice. In improvisation, shared practices, steeped in culture and history, are intertwined, yet constantly exposed to the force of spontaneity and innovation. All the studies presented in the book contend that improvisation in artistic practices could hold the key to understanding the more unstructured, at times more unconscious, forms of improvisation that pervade different fields of knowledge and professions, as well as our everyday experiences.

 

Angelika Krebs

Zwischen Ich und Du: Eine dialogische Philosophie der Liebe

Suhrkamp Verlag Berlin, 2015 – 368 Seiten

Wo ist die Liebe? Sie befindet sich nicht im Ich und hat das Du nur zum Gegenstand – sie ist »zwischen« Ich und Du. Sie ist da, wo zwei miteinander fühlen und handeln; ihre geteilte Freude ist eine doppelte, ihr geteiltes Leid ein halbes. Aber wie kann man Gefühle teilen? Dieser Frage geht Angelika Krebs nach und bedient sich dabei der Methoden und Erkenntnisse sowohl der Analytischen Philosophie als auch der Phänomenologie. Im Zentrum stehen die Bedeutung des Miteinanderfühlens und seine Abgrenzung etwa von klassischem Mitleid und von Gefühlsansteckung. Das Buch liefert die erste umfassende Strukturanalyse des Phänomens der Gefühlsteilung und exemplifiziert das Phänomen an konkreten Beispielen: den Liebesgeschichten des Schriftstellers Henry James.
Oton explo: Dieses Buch war ein Buch zum Symposium “Empathie und das Musikalische Gegenüber ind er Improvisation” im Januar 2017.

 

E. Dieter Fränzel, Rainer Widmann / Jazz Age Wuppertal (Hg.)

sounds like whoopataal: Wuppertal in der Welt des Jazz

Klartext Verlag, Essen, 2008 – 328 Seiten

Dass Wuppertal eines der wichtigsten Zentren der Improvisierten Musik wurde, ist in der Welt des Jazz kein Geheimnis. Schlüsselfiguren für diese Entwicklung waren der Saxophonist Peter Brötzmann, der Bassist Peter Kowald und der Gitarrist Hans Reichel, die weltweit Anerkennung gefunden haben. Im Thalia, einem beliebten Variete-Theater, gaben Louis Armstrong, Josephine Baker und Stan Kenton legendäre Gastspiele. Die Namen der Stars, die in Wuppertal konzertierten, lesen sich wie das “Who is who” des Jazz. Ernst Höllerhagen, der “deutsche Benny Goodman”, und der Sänger und Pianist Wolfgang Sauer sind herausragende Protagonisten des Jazz, die selbst aus Wuppertal stammen. Sounds like Whoopataal: Das sind erlebte Jazz-Geschichten von den zwanziger Jahren bis heute. Wuppertal in der Welt des Jazz: Das ist auch Teil einer regionalen Kultur- und Musik-Geschichte, die bislang im Verborgenen lag. Musikerportraits, Beiträge von namhaften Autoren und Erinnerungen von Zeitzeugen vermitteln ein eindrucksvolles Bild der Wuppertaler Jazz-Szene. Fotos, Zeichnungen und Dokumente illustrieren die Jazz-Geschichten. Die beigefügte CD zum Buch nimmt den Hörer mit auf eine Zeitreise durch die Wuppertaler Jazz-Geschichte.

 

Hannes Heyne

Klänge aus der Natur: Akustische Ökologie und das Spiel mit elementaren Musikinstrumenten

Drachen Verlag, 2009 – 253 Seiten

Das Hören ist der eigentliche soziale Sinn. Der Musiker Hannes Heyne spricht daher von akustischer Ökologie, wenn er seine Arbeit mit traditionellen Musikinstrumenten aus aller Welt und selbstgebauten Instrumenten aus allen nur denkbaren Naturmaterialien, wie Steinen, Hölzern oder Schneckenhäusern, beschreibt. Miteinander Musik zu erfinden, die der Natur nahe ist, beschreibt er als heilsame Erfahrung. Sie hebt das Vorurteil auf, jemand sei unmusikalisch, denn jedem Menschen ist es möglich, eigene Rhythmen wie Atem, Puls und Gehen zu entdecken und Instrumente wie Steine, Hölzer oder Metallplatten zu spielen, die kaum vorbelastet sind von Können oder Nichtkönnen. Die Erfahrung des gemeinsamen Improvisierens verbindet mit anderen Menschen und weckt ungeahnte Potenziale. Hannes Heyne zeigt auf der Basis seiner langjährigen Erfahrung in der interkulturellen Jugendarbeit, wie Therapeuten und Pädagogen, aber auch interessierte Eltern mit ihren Kindern die Schätze von Klängen naturverbundener Musikinstrumente heben können. Mit einfachen Bau- und Spielanleitungen und vielen Beispielen für musikalische Improvisationsspiele.

 

Corinna Eikmeier

Bewegungsqualität und Musizierpraxis: Zum Verhältnis von Feldenkreis-Methode und musikalischer Improvisation

Musikverlag Burkhard Muth, 2016 – 399 Seiten

 

J. Murphy McCaleb

Embodied Knowledge in Ensemble Performance

(Englisch) Ashgate Publishing, 2016 – 140 Pages

Performing in musical ensembles provides a remarkable opportunity for interaction between people. When playing a piece of music together, musicians contribute to the creation of an artistic work that is shaped through their individual performances. However, even though ensembles are a large part of musical activity, questions remain as to how they function. In Embodied Knowledge in Ensemble Performance, Murphy McCaleb explores the processes by which musicians interact with each other through performance. McCaleb begins by breaking down current models of ensemble interaction, particularly those that rely on the same kind of communication found in conversation. In order to find a new way of describing this interaction, McCaleb considers the nature of the information being shared between musicians during performance. Using examples from postgraduate ensembles at Birmingham Conservatoire as well as his own reflective practice, he examines how an understanding of the relationship between musicians and their instruments may affect the way performers infer information within an ensemble. Drawing upon research from musicology, occupational psychology, and philosophy, and including a DVD of excerpts from rehearsals and performances, Embodied Knowledge provides an holistic approach to ensemble research in a manner accessible to performers, researchers and teachers.

 

George E. Lewis, Benjamin Piekut (Ed.)

The Oxford Handbook of Critical Improvisation Studies, Volume 1 + 2

(Englisch) Oxford University Press, 2016 – 589 / 574 Pages

Improvisation informs a vast array of human activity, from creative practices in art, dance, music, and literature to everyday conversation and the relationships to natural and built environments that surround and sustain us. The two volumes of the Oxford Handbook of Critical Improvisation Studies gather scholarship on improvisation from an immense range of perspectives, with contributions from more than sixty scholars working in architecture, anthropology, art history, computer science, cognitive science, cultural studies, dance, economics, education, ethnomusicology, film, gender studies, history, linguistics, literary theory, musicology, neuroscience, new media, organizational science, performance studies, philosophy, popular music studies, psychology, science and technology studies, sociology, and sound art, among others.

 

Timothy J. McGee ( Editor)

Improvisation in the Arts of the Middle Ages and Renaissance

(Englisch) Western Michigan University, 2003 – 317 Pages

One impression that stands out from this collection is the extent to which improvisation was an important factor in all of the arts. As each of the authors assembles a case by ferreting out bits and pieces of information having to do with a single art, the weight of the assembled material lends additional strength to each case. By considering the overall picture that results, as well as that made by each of the individual studies, the reader is able to see much more clearly the role played by improvisation from the late Middle Ages through to the time of Shakespeare and beyond. A careful reading of the essays brings with it the awareness that to ignore improvisation is to distort the art in a major way. In light of the present volume, the very concept of faithful historical re-creation takes on a much broader and more complex character.

 

Gitta Martens

Wisst ihr, was gestern passiert ist?
Kinder erzählen und spielen. Playbacktheater in Grundschule und Freizeit

Deutscher Theater Verlag, 2017 – 142 Seiten

 

Musical Democracy

Nancy S. Love

Musical metaphors abound in political theory and music often accompanies political movements, yet music is seldom regarded as political communication. In this groundbreaking book, Nancy S. Love explores how music functions as metaphor and model for democracy in the work of political theorists and activist musicians. She examines deliberative democratic theorists—Jürgen Habermas and John Rawls—who employ musical metaphors to express the sense of justice that animates their discourse ideals. These metaphors also invoke embodied voices that enter their public discourse only in translation, as rational arguments for legal rights. Love posits that the music of activists from the feminist and civil rights movements—Holly Near and Bernice Johnson Reagon—engages deeper, more fluid energies of civil society by modeling a democratic conversation toward which deliberative democrats’ metaphors merely suggest. To omit movement music from politics is, Love argues, to refuse the challenges it poses to modern, rational, secular, Western democracy. In conclusion, Musical Democracy proposes that a more radical—and more musical—democracy would embrace the spirit of humanity which moves a politics dedicated to the pursuit of justice.

Quelle: Aus dem Klappentext

 

The reflective practioneer

Donald A.Schon

A leading M.I.T. social scientist and consultant examines five professions—engineering, architecture, management, psychotherapy, and town planning—to show how professionals really go about solving problems.The best professionals, Donald Schön maintains, know more than they can put into words. To meet the challenges of their work, they rely less on formulas learned in graduate school than on the kind of improvisation learned in practice. This unarticulated, largely unexamined process is the subject of Schön’s provocatively original book, an effort to show precisely how ”reflection-in-action” works and how this vital creativity might be fostered in future professionals.

Quelle: Aus dem Klappentext

 

The Other Side of Nowhere

Jazz, Improvisation, and communities in dialogue

A breakthrough book in the emergent fields of improvisation and cultural theory, The Other Side of Nowhere conveys the spirit and energy of an experimental celebration. The volume is divided into four sections: writings of musicians about improvising; examinations of inter- and cross-cultural dialogue; discussions of social practice and identity; and essays about collaborative dissonance. The 17 essays present jazz improvisation as a cultural practice with far-reaching ramifications. Music is treated not merely as an artistic phenomenon, but as a social force with the power to effect substantial change among people of marginalized races, genders, sexualities and ethnicities. The collection argues that there is a distinctive relationship between the emergence of free jazz, the desire for social justice and activist practices. The Other Side of Nowhere is a groundbreaking book that offers multiple perspectives on the art of jazz improvisation—it will inspire readers to create, collaborate and dissent.

CONTRIBUTORS: John Corbett, Krin Gabbard, Michael Jarrett, George E. Lewis, Nathaniel Mackey, Mark Anthony Neal, Pauline Oliveros, Eddie Prévost, Dana Reason, Michael Snow and Sherrie Tucker.

Quelle: Aus dem Klappentext

 

The Improvisation Studies Reader

Spontaneous acts

Edited by Rebecca Caines and Aja Heble

Improvisation is a performance practice that animates and activates diverse energies of inspiration, critique, and invention. In recent years it has coalesced into an exciting and innovative new field of interdisciplinary scholarly inquiry, becoming a cornerstone of both practical and theoretical approaches to performance.

The Improvisation Studies Reader draws together the works of key artists and thinkers from a range of disciplines, including theatre, music, literature, film, and dance. Divided by keywords into eight sections, this book bridges the gaps between these fields. The book includes case studies, exercises, graphic scores and poems in order to produce a teaching and research resource that identifies central themes in improvisation studies. The sections include:

  • Listening
  • Trust/Risk
  • Flow
  • Dissonance
  • Responsibility
  • Liveness
  • Surprise
  • Hope

Each section of the Reader is introduced by a newly commissioned think piece by a key figure in the field, which opens up research questions reflecting on the keyword in question.

By placing key theoretical and classic texts in conversation with cutting-edge research and artists’ statements, this book answers the urgent questions facing improvising artists and theorists in the mediatized Twenty-First Century.

Quelle: Aus dem Klappentext

 

Die Gruppe KEKS – Aufbrüche der aktionistischen Kunstpädagogik

Baar, Tanja

Die Gruppe KEKS („Kunst – Erziehung – Kybernetik – Soziologie“) ist ein „Phänomen“ des gesamtgesellschaftlichen Umbruches um „1968“, in welchem Schule, Bildung und damit auch die Kunsterziehung radikal auf den Prüfstand kamen: Die Gruppe wollte mit „Aktionen“ in Nürnberg und München fach- und bildungspolitische Impulse setzen und „Spielräume“ für ein Lernen in und an gesellschaftlicher Wirklichkeit realisieren: „Durch Aktion werden reale Situationen zu Lernumräumen. Da solches Lernen (das ist z. B. die Erfahrung, dass Aktivität Veränderung bewirkt) nicht in fiktiven Räumen (Als-ob Welt unserer Schule) stattfinden kann, ist KEKS-Aktion an Prozesse in wahrnehmbarer Realität gebunden.“ Aus KEKS heraus ist etwa die Münchner „Pädagogische Aktion“ entstanden, und somit der Schritt aus der Schule hin in ein neues Feld außerschulischer Spiel- und Kulturpädagogik. Die „Aktionistische Kunstpädagogik“, als welche KEKS (1968-1972) im zeitgenössischen Diskurs rezipiert wurde, steht neben dem einflussreichen neuen Fachkonzept der „Visuellen Kommunikation“ und einer umfassend verstandenen „ästhetischen Erziehung“. Die vorliegende „qualitative Rekonstruktion“ will durch Quellenstudium, Interviews und Praxis-Dokumentation Tiefenschärfe herstellen: Gerade durch den offenen „Collage“-Charakter von KEKS werden Impulse und Theorien sichtbar, die in der Zeit virulent waren: Neben der Studentenbewegung und aufkommenden Bürgerbewegungen waren dies kritische Gesellschaftsdiskurse, aktuelle Kunstentwicklungen und ein erweitertes Verständnis von Kultur („Soziokultur“). KEKS wird in der Fachgeschichte verortet, mit einem ideengeschichtlichen Rückblick auf Konzepte mit politisch-emanzipatorischer Dimension (etwa die Kunsterzieherbewegung und die Demokratieerziehung John Deweys). Der historische Rückblick kann das „Heute“ befruchten: Was hat sich aus den innovativen Impulsen der Kunstpädagogik entwickelt? Wie „kritisch“ reflektiert diese heute ihre Funktion in einer zunehmend auf die Ökonomie hin ausgerichteten Schule (und Gesellschaft)? Und nicht zuletzt schärft das „Modell“ KEKS das Bewusstsein für Fragen politischer Einflussnahme durch Initiativbildung und Selbstorganisation.

Quelle: Aus dem Klappentext

O-Ton explo:  “In dieser Gruppe war unser geschätzter Zeichner Prof. Fridhelm Klein lange Zeit aktives Mitglied.”

 

Kunst als Aufführungserfahrung

Sandra Umathum

Zahlreiche Werke in der zeitgenössischen Ausstellungskunst kennzeichnet die Bemühung, die Besucher in intersubjektive Verhältnisse zu setzen: mit dem Museumspersonal, mit eigens engagierten Akteuren oder mit anderen Besuchern. Diese Studie nimmt ihren Ausgang bei der Frage, wie sich mit dieser Praxis auch die Kunsterfahrungen geändert haben. Mithilfe des Aufführungsbegriffs und theaterwissenschaftlichen Methoden der Analyse widmet sie sich verschiedenen Erfahrungen in der Begegnung mit Werken von Felix Gonzalez-Torres, Erwin Wurm und Tino Sehgal und erörtert, wie diese sich qualifizieren und in historischer Perspektive einordnen lassen.

Quelle: Aus dem Klappentext

O-Ton explo: “Für alle, die sich für Performance interessieren, eine Bereicherung mit wichtigen Grundgedanken.”

 

Perform!

How to do things with(out) words

Performance and Performativity are center stage at this time. One can think of many reasons why. The fact that we are loiving more and more in an „immaterial“ world, dominated by mediatization (which some call spectacle), the impact of of globalization, the increasing tendency tot hink of politics as biopolitics – these different factors enhance performacne over materiality, or object making. Performativity explores the space in between, what happens when bodies or objects are left to perform. To perform is to enable oneself or things to work through form. And to let form speak for itself.

O-Ton explo: “Interessantes Buch mit vielen Projekten und Anregungen zur Performance als Er-Forschung.”

 

Zur Kategorie der Form in neuer Musik

Andreas Holzer

Inhalt (Auszug):

Material, Struktur, Form, Werk : zum Bedeutungsspektrum der Begriffe — Form und Sinn : philosophische und kunsttheoretische Positionen Vorbemerkungen — Ästhetische Positionen. Form jenseits von Tonalität : neue Musik nach 1910 ; Wo keine Formen mehr sind, muss alles zu Form werden : neue Musik nach 1950 — Anything goes, oder doch nicht? Zur Kategorie der Form in der jüngeren Vergangenheit — Analytische Einblicke. Vorbemerkungen ; Einzelanalysen ; Prinzipien der Formbildung als Strategien künstlerische Handelns.

O-Ton explo: “Ein sehr interessantes Buch auch für klang- und formbewusst arbeitende ImprovisatorInnen.”

 

Time

Ed. by Amelia Groom

What does ‘contemporary’ actually mean? This is among the fundamental questions about the nature and politics of time that philosophers, artists and more recently curators have investigated over the past two decades. If clock time—a linear measurement that can be unified, followed and owned—is largely the invention of capitalist modernity and binds us to its strictures, how can we extricate ourselves and discover alternative possibilities of experiencing time?

Quelle: Aus dem Klappentext

 

Und weg mit den Minuten

Dieter Roth und die Musik

Als Ausdrucksmittel spielte die Musik für Roth stets eine wichtige Rolle. So integrierte er Musikinstrumente als stumme Reliefs neben Kassettenrekordern und anderen Audiogeräten in seine Assemblagen und verwendete sie als Motive in seinen Bildern. Er trat als Musiker auf die Bühne, spielte alleine oder zusammen mit Künstlerfreunden. Immer wieder bezog er sich auf Formen und Gattungen der klassischen Musik wie Quartett oder Sonate und erfand diese für sich neu. Mit Berlin verbinden Roth die in den 1970er Jahren in der Stadt veranstalteten „Berliner Dichterworkshops“ und mehrere Konzerte in der Reihe „Selten gehörte Musik“ mit Günter Brus, Hermann Nitsch, Gerhard Rühm, Oswald Wiener u.a. Mit ihnen und auch mit seinen Kindern praktizierte er eine Art „dilettantischer Hausmusik“, die zu verblüffenden musikalischen Ergebnissen führte.

(von der Webseite des Museums Hamburger Bahnhof, Berlin)

 

4’33” Sounds like Silence

Dieter Daniels, Inke Arns

What do we hear when there is nothing to hear? John Cage’s 4’33” (four minutes,thirty-three seconds) premiered on August 29, 1952. This book presents new theoretical writings and artistic works referring to this groundbreaking work, together with original scores and the composer s own variations, derivatives and sequels of the ‘silent piece’ in the years from 1962 to 1992. Design by Jakob Kirch and Pascal Storz.

Quelle: Aus dem Klappentext