Die in Korea geborenen Ausnahmemusikerinnen Lisa Ullén (Schweden) und Okkyung Lee halten sich derzeit zu einem längeren Aufenthalt in Berlin auf, Lee als Stipendiatin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Im exploratorium berlin setzen sie ihre Zusammenarbeit fort, die vor mehr als einem Jahrzehnt begann. Zusammen bilden Lisa Ullén und Okkyung Lee ein dynamisches Duo, das seine Erfahrungen in Improvisation und zeitgenössischer Komposition zu innovativen und fesselnden Performances verbindet.
Lisa Ullén ist eine herausragende Pianistin und Komponistin, die für ihre Verwurzelung im experimentellen Jazz und der zeitgenössischen Improvisation bekannt ist. Geboren in Seoul und aufgewachsen in Nordschweden, absolvierte sie Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre ein klassisches Klavierstudium an der Königlichen Musikakademie in Stockholm. Seit den späten 1990er Jahren widmet sich Ullén der improvisierten Musik, die sich über Free Jazz, Avantgarde, zeitgenössische Klassik und experimentelle Genres erstreckt. Ihre umfangreiche Diskografie umfasst über 30 Alben, darunter bemerkenswerte Werke wie das Dreifach-Album Piano Works (2018). Ullén arbeitet mit zahlreichen schwedischen Künstler*innen und Tänzer*innen zusammen und hat Partituren für verschiedene Theaterproduktionen komponiert. 2018 wurde sie vom Schwedischen Rundfunk mit dem Preis Jazz Composer of the Year geehrt.
Okkyung Lee, geboren in Daejeon, ist eine vielseitige Cellistin, Komponistin und Improvisatorin, die sich nahtlos in verschiedenen künstlerischen Disziplinen bewegt. Sie begann ihre musikalische Reise im Alter von sechs Jahren mit der Erarbeitung des klassischen Cello-Repertoires. Lee hat einen doppelten Bachelor-Abschluss in Contemporary Writing and Production and Film Scoring vom Berklee College of Music sowie einen Master-Abschluss in Contemporary Improvisation vom New England Conservatory of Music. Nach ihrem Umzug nach New York im Jahr 2000 ist sie zu einer zentralen Figur in der experimentellen Musikszene geworden und hat mit einem breiten Spektrum von Künstler*innen zusammengearbeitet – quasi ein Who‘s Who der Avantgarde und der freien Improvisation. In Anerkennung ihrer künstlerischen Leistungen wurde Lee 2010 mit dem Foundation for Contemporary Arts Grant und 2015 mit dem Doris Duke Performing Artist Award ausgezeichnet.
Okkyung Lee ist 2025 Fellow des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.
19:00: soundwalk mit Thomas Gerwin