Diese Text-Sound-Performance besteht aus drei Teilen. Im ersten Akt, der frei improvisiert wird, formt sich aus diversen Sprachlauten, elektroakustischen Verfremdungen und experimentellen Klanggebilden nach und nach eine kurze, verständliche Sprachsequenz. Dieser erste Akt wird live aufgenommen und dann im zweiten Akt direkt anschließend von Lautsprechern abgespielt. Dabei wird er kontrapunktiert und ergänzt durch weitere Live-Aktionen der beiden Performer*innen. Der dritte Akt besteht aus einer kleinen, wieder frei improvisierten Coda. Der Text besteht aus zwei kurzen Zitaten aus einem realen Fernseh-Interview, die auch in verschiedenen Nachrichtensendungen und Zeitungstexten erschienen. Zum künstlerischen Inhalt gehört einerseits die völlige Dekonstruktion eines Textes, der elektroakustisch und live performativ teilweise stark bearbeitet und in einer surrealen theatralischen Inszenierung bis zur reinen Sprachlautkomposition verfremdet wird. Die beiden Textfragmente stammen aus der jüngeren politischen Geschichte, wurden aber in dieser oder ganz ähnlicher Diktion seitdem schon in mehreren anderen politischen Situationen gebraucht. Nach dem Konzert soll deshalb die Quelle der Textfragmente offengelegt, mit dem Publikum besprochen und gemeinsam reflektiert werden.
Bühne: explorations
SCHICHTEN
Zeitgenössisches Musiktheater
Ort: exploratorium berlin, Saal
Anna Catarina Ortmann (DE): Text-, Tanzperformance
Thomas Gerwin (DE): Komposition, Klangperformance