Der Schlagzeuger und legendäre Mitbegründer des bahnbrechenden Improvisationsensembles AMM Eddie Prévost rief kurz vor der Jahrtausendwende einen Improvisationsworkshop ins Leben, der bis heute wöchentlich in London stattfindet. Hier traf er auf die Blockflötistin Teresa Hackel und den Pianisten und Autor David Grundy.
Das neu gegründete Trio eröffnet den Abend im exploratorium, bevor dann der Film A Bright Nowhere – Journeying into Improvisation des Filmemachers Stewart Morgan Hajdukiewicz gezeigt wird. Der Film ist anlässlich des 80. Geburtstags von Eddie Prévost entstanden und dokumentiert vier Tage Konzerte mit spannenden Musiker*innen der britischen Szene, inklusive einem AMM-Auftritt. Es folgt ein Q&A mit dem Filmemacher Stewart Morgan Hajdukiewicz und Eddie Prévost.
Eddie Prévost ist ein britischer Perkussionist, Schlagzeuger, Autor, Pädagoge und Plattenproduzent. Er begann seine musikalische Laufbahn als Jazz-Schlagzeuger und war 1965 Mitbegründer des wegweisenden Improvisationsensembles AMM. „Eddie Prévost is one of the greatest metallurgists that music has produced. […] sparks delicately arcing through the air, of slow lava ingesting its surroundings, of the shifting grind of tectonic plates across each other, of the rustle and glint of a firebird darting between shadows, and of ore smashing into the surface of the earth; but perhaps this language is overwrought: all that needs to be remarked upon is Prévost’s industry, his diligence.” (Nathan Moore, liner note to AMM’s ‘Indústria’ / Matchless Recordings mrcd105)
Teresa Hackel wurde 1981 in Berlin geboren und lebt seit 2005 in der Schweiz. Ihr Fokus liegt auf der Freien Improvisation und der komponierten zeitgenössischen Musik. Sie forscht mit Begeisterung nach seltenen und unkonventionellen Klängen auf der Blockflöte. In ihrem Spiel setzt sie sich viel mit dem Hören auseinander und lässt die Musik aus sich selbst heraus entstehen.
David Grundy ist Dichter und Wissenschaftler. Er ist Autor von „A Black Arts Poetry Machine: Amiri Baraka and the Umbra Poets“ (2019) und „Never By Itself Alone: Queer Poetry in Boston and San Francisco“ (2024) und arbeitet derzeit an einem Buch über Free Jazz. Seine Texte über Musik erschienen unter anderem in The Wire, Artforum, Blank Forms Journal, Critical Studies in Improvisation und Point of Departure sowie in den Liner Notes von Alben von Künstler*innen wie Anthony Braxton, Bill Dixon und Emmanuelle Waeckerlé. Gemeinsam mit Mattin ist er an einem Projekt zu Freiheit und Improvisation beteiligt und leitet Workshops zur erweiterten Improvisation. Er ist Mitglied des Trios GUE und eines Duos mit der Geigerin Tansy Spinks und spielte bereits mit den Oxford Improvisers und in Eddie Prévosts London Improvisation Workshop.