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Bühne: Gastkonzerte

Yiddish Futures: Goleslider

Jiddische Lieder mit Improvisation und Live-Elektronik

ol: Anna Lowenstein or: Pieter Sint Nicolaas ml: Daniel Kahn rmu: Francesca Ter-Berg ul: Rosamond van Wingerden ur: Malik Schilling
© ol: Rah Petherbridge or: Shendl Copitman ml: Adam Berry rmu: Luke Eastop ul: Shendl Copitman ur: Zakaria Latouri

Ort: exploratorium Berlin, Saal

Daniel Kahn: Gesang, Akkordeon, Klavier, Gitarre
Rosamond van Wingerden: Gesang
Francesca Ter-Berg: Cello, Live-Elektronik, Gesang
Anna Lowenstein: Violine
Malik Schilling: Perkussion
Pieter Sint Nicolaas: Trompete, Flügelhorn

Dichterinnen und Dichter: Corbin Allardice, Katerina Kuznetsova, Jordan Lee Schnee, Yael Merlini, Jake Schneider

Goleslider ist ein neues Projekt, das neu komponierte jiddische Lieder mit Improvisation und Live-Elektronik verbindet.

Die künstlerische Leitung des Projekts liegt in den Händen von Francesca Ter-Berg (Cello/Gesang/Elektronik) – einer Pionierin der Kombination von experimenteller elektroakustischer Musik mit Klezmer, und Daniel Kahn (Multi-Instrumentalist/Gesang), einem geschätzten jiddischen Songwriter des 21. Jahrhunderts. Gemeinsam erforschen sie das Konzept von goles, einem jiddischen Wort, das sowohl Exil als auch Diaspora bedeutet. Das Programm untersucht viele Formen des „Exils“, von Migration und historischer Ausgrenzung bis hin zu kulturellen und sprachlichen Brüchen. 

Mit neuen Liedern, die bestehende und neu geschriebene jiddische Gedichte vertonen, überdenkt Goleslider das weit gefasste Konzept von goles im Kontext des zunehmenden Nationalismus.

Goleslider ist das erste Projekt in der neuen OMA-Veranstaltungsreihe Yiddish Futures, die traditionelle jiddische Ausdruckskultur mit zeitgenössischen künstlerischen Stilen verbinden.

Besetzung

Daniel Kahn (US/D; Komposition, Gesang, Multiinstrumentalist) ist ein in Detroit geborener Liedermacher, Übersetzer und Musiker, der Englisch, Jiddisch und Deutsch in einer radikalen Mischung aus Klezmer, Folk, Kabarett und Punk verbindet. Zu seinen Ensembles gehören The Painted Bird, Brothers Nazaroff, Semer Ensemble und The Unternationale. Dan spielte den Badkhn in der Netflix-Serie Unorthodox und war in Carnegie Halls From Shtetl to Stage zu sehen. Er wurde von der Ashkenaz Foundation zum ersten Theo Bikel Artist in Residence ernannt, erhielt 2018 den Chana and Joseph Mlotek Award for Yiddish Continuity und wurde 2023 mit dem Adrienne Cooper Dreaming in Yiddish Award ausgezeichnet.

Francesca Ter-Berg (GB/D; Komposition, Cello, Stimme, Live-Elektronik) ist bekannt für ihre einzigartige Mischung aus Klezmer, Improvisation und elektronischer Synthese.  Francesca komponiert für Film und Fernsehen und erhielt Aufträge u.a. vom Turner Contemporary und Margate NOW Festival. Ihre Debüt-EP wurde 2021 als eines der besten experimentellen Alben auf Bandcamp ausgezeichnet. Im Jahr 2024 veröffentlichte ihr von der Kritik gefeiertes Duo mit Flora Curzon, Fran & Flora, ihr zweites selbst produziertes Studioalbum, Precious Collection, das vom Guardian zu einem der 10 besten Folk-Alben des Jahres 2024 gekürt wurde. Francesca performt und unterrichtet auf Klezmer-Festivals in der ganzen Welt, darunter KlezMore Wien, KlezFest London und Yiddish Summer Weimar.

Anna Lowenstein (GB/IE; Violine) ist Klezmer-Geigerin, Lehrerin und Musiktherapeutin aus London. Sie gibt regelmäßig Workshops im Vereinigten Königreich und international, darunter beim Klezfest, KlezNorth (UK) und Yiddish Summer Weimar, und war Gastdozentin im World Music-Programm der Irish World Academy of Music (Limerick, Irland). Sie stand bereits mit einigen der weltweit führenden Klezmer-Musiker*innen wie Frank London sowie mit anderen traditionellen Musiker*innen wie Natalie Haas und Alasdair Fraser auf der Bühne. Zu ihren Theaterauftritten zählen das europäische Debüt von Indecent (Menier Chocolate Factory, 2021) und die jüdische Pantomime Little Red Riding Hood and the Big Bad Pig (JW3, 2023). Annas Debüt-Soloalbum Through The Walls erforscht anhand von Klezmer-Melodien im Arrangement für Streichquartett die Erfahrungen, die sie als Kind in und um die chassidische Community im Londoner Stadtteil Stamford Hill gemacht hat.

Pieter Sint Nicolaas (BE/NL/D; Trompete, Flugelhorn) ist seit über zehn Jahren in der europäischen Klezmer-Szene aktiv und tritt häufig mit verschiedenen Ensembles in Deutschland, Frankreich und Belgien auf, darunter sein Klezmer-Trio Klezmotivn und die Brüsseler Klezmer-Band Zinnekelekh. Er unterrichtete Klezmer-Musik und jiddischen Tanz bei Festivals wie Shtetl St. Gilles, KlezNorth, Fun Dor tsu Dor und Generation J und ist Dozent beim Erfurter Klezmer-Orchester. Pieter stand bereits mit Klezmorim wie Alan Bern, Christian Dawid, Michael Alpert, Sasha Lurje und Craig Judelman sowie mit den Lautari-Musikern Adam Stinga und Marin Bunea auf der Bühne. Er absolvierte eine Ausbildung zum klassischen Trompeter am Königlichen Konservatorium in Gent und ist als freiberuflicher Orchester- und Kammermusiker tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Musik und Improvisation.

Rosamond van Wingerden (US/NL/D; Gesang) ist Sängerin, jiddische Tänzerin, Kulturmanagerin und Publizistin. 2022 zog sie als Fulbright-Stipendiatin nach Deutschland, um traditionelle und zeitgenössische jiddische Lieder mit Alan Bern als Mentor zu erforschen, und studierte bei Kantorin Sveta Kundish. Sie unterrichtete bei Festivals und Programmen wie Yiddish Summer Weimar, Fun Dor tsu Dor, Shtetl Berlin, Generation J und der Fête des Musiques Juives, war Mitbegründerin des Brussels Yiddish Zingkrayz und trat mit Musiker*innen und Ensembles wie Alan Bern, Iarla Ó Lionáird und Eighth Blackbird auf. Derzeit arbeitet sie an ihrem Debütalbum, einem Projekt mit dem E-Gitarristen Jordan White, das neue und traditionelle jiddische Lieder mit experimenteller Musik verbindet.

Malik Schilling (D; Percussion) ist ein vielseitiger Perkussionist, dessen musikalische Einflüsse Klezmer, osteuropäische Volksmusik, traditionelle arabische Musik sowie moderne Jazz-Fusion umfassen. Sein Spiel konzentriert sich auf Polyrhythmik, metrische Modulationen und Improvisation. Malik war Teilnehmer des Global Musicians Workshop von Silkroad und tritt international auf einer Vielzahl von Schlaginstrumenten auf, darunter bei der Weltpremiere von Alan Berns jiddischem Oratorium Glikl: A Musical Herstory im Jahr 2022. Er studierte am Berklee College of Music und an der Codarts.

Goleslider wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung des Musikfonds e.V. und der Szloma-Albam-Stiftung

Details

Eintritt

20 € / 15 € ermäßigt

Zugang

Haupteingang (über das Restaurant Mokja)

Reservierung

https://yiddishsummer.eu/main/events/booking/event-registration.html?eventid=339

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