Durch Improvisation entstehende Miniaturen – Bewegungen und Tanzsequenzen, Gesten und Worten – kommen musikalisch untermalt immer erneut ins Spiel: rhythmische Figurationen, pittoreske Konstellationen. Ein zwischen redseligem Treiben und beredter Stille sich ereignender Zufallsreigen – überraschend und voller Poesie.
Die eigenwillige Logik kreist um eine Ordnung, deren Regelsystem unverfügbar bleibt, die zwar hergestellt, aber niemals herstellbar ist. „Du musst es wahrnehmend machen, und es kommt“ (William Forsythe). Immer schwingt etwas mit, das dem Fassbaren vorausgeht. Ein Geschehen, dessen rätselhafter Charakter in der Form aufgehoben ist. Ein Widerfahrnis, in dem man von sich selbst absieht, die Verwobenheit mit Anderen erlebt und sich im Miteinander wiederfindet. Tanztheatrale Erkundungen, in denen die Wirkung dessen, was zum Ausdruck kommt, unmittelbar Resonanz erfährt: ex/ist.