Die konkrete Musik hat seit ihrer Erfindung 1948 eine lange und interessante Entwicklung genommen. Damals ließ Pierre Schaeffer im Gare de l’Est in Paris Züge hin- und herfahren, nahm sie auf Schallplatte auf und nutzte sie in seinen Geräuschstudien „Études des bruits“ als klingendes Material für die musikalische Komposition. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten Pierre Henry entstand danach eine ganz neue Art experimenteller Musik mit Geräuschen.
Der Wochenend-Workshop führt kurz in die Historie und in verschiedene zeitgenössische Ausprägungen dieser aufregenden Musikform ein und erfindet und erarbeitet gemeinsam mit den Teilnehmern kleine eigene Geräuschstudien. Zum Schluss entsteht im Computer eine gemeinsame elektroakustische Komposition in Form einer Musique concrète-Suite. Der Kurs endet mit einer kurzen gemeinsamen Vorführung.
Bei diesem Wochenend-Workshop soll der Fokus auf Field Recording liegen. Wir machen gemeinsam verschiedene Aufnahmen innen und außen und bearbeiten sie zu kleinen Klangportraits. Willkommen sind interessierte Menschen, wenn sie auf dem Computer ein bißchen erfahren sind.
Dieser Workshop ist eine erste Einführung in das umfangreiche Thema der Musique concrète. Er kann als Kompositionsunterricht oder als Fortbildung dienen, und auch in Form des fortlaufenden Kurses weiter vertieft werden.
Bitte eigenen Laptop mitbringen, einfache freeware Audiosoftware wird gestellt.