exploratorium_2020-2

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Geschichte des Exploratoriums

Historie

Das exploratorium berlin wurde im Mai 2004 von Matthias Schwabe gegründet, zunächst als Ein-Mann-Betrieb auf einer 240 qm großen Etage in den Sarotti-Höfen.

Die Gründungsidee war, einen Ort zu schaffen, der sich ganz ausdrücklich und ausschließlich dem Thema Musikalische Improvisation widmet. Dafür gab es drei inhaltliche Säulen:
   • Konzerte
   • Wochenendworkshops & regelmäßige Kurse
   • monatlich eine Offene Bühne.

Das Konzept stieß auf große Resonanz und die Menge der Veranstaltungen stieg, so dass 2009, zum fünften Jubiläum, bereits ein 4-köpfiges Team am Werk war und die Fläche auf nunmehr 534 qm erweitert wurde.

2012 stieß Reinhard Gagel zum exploratorium hinzu und baute als vierten Bereich die Abteilung Theorie & Forschung auf, inklusive einer Fachbibliothek und einem Archiv.

Ein weiteres Thema hat sich im Laufe der Jahre wie von alleine ergeben: Aus zunächst regelmäßigen Kursen wurden feste Ensembles. Damit erfüllte sich ein großer Wunsch aus der Gründungszeit: dass Improvisations-Ensembles so selbstverständlich würden wie Kammermusik-Ensembles, Chöre, Orchester oder Bands. Das ist zwar bisher nur am exploratorium der Fall und (noch!) nicht an allen Musikschulen und Hochschulen, aber immerhin: Es ist ein Anfang!

Philosophie: Warum Improvisation?

Improvisation bietet uns etwas, was in der europäischen klassischen Musik, von der viele von uns geprägt sind, leider vollkommen unüblich, ist: die Möglichkeit selbst Musik zu erfinden, und zwar ganz ohne Noten. Das Besondere an dieser Form der Kreativität ist, dass sie in der Gruppe stattfindet. Wie in einem guten Gespräch inspirieren sich die SpielerInnen gegenseitig und können so Ideen entwickeln, auf die sie alleine nicht gekommen wären.

Im exploratorium steht die sogenannte Freie Improvisation im Mittelpunkt, die keine Skalen, Harmonie- oder Rhythmus-Schemata braucht. Der Klang an sich ist das musikalische Material.
Frei improvisieren(d) lernen heißt hier: Gestaltungserfahrungen sammeln, Musik „von innen heraus“ verstehen lernen und sich einlassen auf den musikalischen Fluss. Das erfordert Wachheit im Augenblick und intensives Lauschen auf die Mitspieler ebenso wie auf den kollektiven musikalischen Prozess,

Frei improvisieren, das bedeutet:
in jedem Moment selbstverantwortlich handeln, Eigenes einbringen und zugleich als Kollektiv agieren, Verantwortung für das Ganze übernehmen.

Dies zu lernen, heißt fürs Leben zu lernen.
Dies im Konzert zu erleben, heißt Teil eines besonderen Abenteuers zu sein.

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