ODYSSEUS ist ein Großgruppenprojekt der Gruppe Ex Tempore, das erstmals 1991 in einer 35minütigen Version für den Martin-Gropius-Bau in Berlin mit großem Erfolg realisiert wurde. Grundidee ist eine Art experimentelles Musiktheater, das auf Dialoge, durchgängige Handlung, darstellendes Spiel, Bühnenbild u.ä. verzichtet. Das Homerische Epos wird vielmehr assoziativ in klingende Aktionen umgesetzt. Eine besondere Rolle spielen dabei die Auswahl des Klangmaterials, die räumliche Erkundung des Aufführungsortes und die Prinzipien „Reise“ (Irrfahrt) und „Abenteuer“ (stationäre Ereignisse).
Dem Stück liegt ein offener Ablaufplan zugrunde, der Klangaktionen mit verschiedenen Materialien, improvisatorische Spielregeln und interdisziplinäre Aktivitäten zu einem schlüssigen Ganzen zusammenfügt.
Für das exploratorium wurde dieses Konzept 2008 neu überarbeitet, diesmal in einer 60-minütigen Version für den großen Saal im exploratorium. Die Teilnahme am Projektensemble war offen ausgeschrieben, letztlich nahmen insgesamt 18 Personen teil. An einem ersten Probenwochenende wurden mögliche Klangaktionenen und materialbezogene Improvisationen erkundet. Daraus entstand ein Ablaufplan, der an einem zweiten Wochenende geprobt und am 13. Juli 2008 öffentlich aufgeführt wurde.
Teilnehmer*innen des Projektensembles waren:
Barbara Bachinger, Helmut Bieler-Wendt, Ruth Brüns, Angela Dersee, Veronika Dietz, Andrea Eidokat, Detlef Gabriel, Veronika Hilberath, Roswitha von Kieseritzky, Caroline Knöbl, Micael Korn, Karin Meesmann, Wolfgang Schliemann, Valesca Schöne, Astrid Weins, Johannes von Wrochem
Konzeption und künstlerische Leitung:
Gruppe Ex Tempore – Matthias Schwabe, Eiko Yamada