The Imaginary Museum ist Berlins einzige Veranstaltungsreihe, die sich der praxisübergreifenden Improvisation widmet – vor allem in Musik und Tanz, aber offen für alle Bereiche. Bei den Aufführungen treten geladene Gäste und „The Performance Group“ auf, ein sich ständig weiterentwickelndes Ensemble, das sich am selben Nachmittag im Exploratorium trifft. Wer an der Performance Group teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden.
The Instrument entwickelt Performances, die aus der Zusammenarbeit der Choreografin Maya M. Carroll mit dem Komponisten Roy Carroll hervorgehen. Sie schaffen Werke, die unerschrocken sinnlich sind und sich durch eine fast molekulare Taktilität auszeichnen, die auf eine fantastische Körperlichkeit trifft. The Instrument arbeitet eng mit einem vielfältigen Kreis von Künstler*innen zusammen und verfolgt einen integrativen Ansatz, der von einer klaren Bewegungs- und Klangästhetik ausgeht und alle Aspekte der Arbeit durchdringt: Bühnenbild, Lichtdesign, Grafik und bildende Kunst. Maya und Roy arbeiten seit 2006 zusammen und haben über 40 Bühnenwerke geschaffen. 2011 gründeten sie The Instrument. Sie sind in Berlin ansässig, entwickeln und präsentieren ihre Arbeiten jedoch international. theinstrument.org/
Die Performance Group ist ein Ensemble aus Tänzer*innen und Musiker*innen mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund. Die sich ständig verändernde Besetzung trifft sich am selben Nachmittag im Workshop „Improvisation in Musik, Tanz und darüber hinaus“.
Tam Thi Pham ist eine vietnamesische Multimedia-Komponistin und Improvisatorin, die in Hamburg lebt. Durch die Verbindung von Technologie und Tradition, Poetik und Politik sowie Klang und Bild strebt sie danach, eine Ausdrucksform zu entwickeln, in der Musik und Performance untrennbar miteinander verschmelzen. Pham hat die einzigartigen Klänge und erweiterten Spieltechniken des Đàn Bầu, eines traditionellen vietnamesischen Instruments, erforscht und in freie Improvisation und Komposition integriert. Ihre Werke sind Teil einer fortlaufenden Reise zur Erforschung der Individualität bei gleichzeitiger Verbindung zum sozialen Umfeld und wurden bereits auf Festivals in ganz Asien und Europa präsentiert. Seit 2025 ist sie Vorsitzende von Hörbar e.V. und arbeitet mit einem engagierten Team daran, Konzerte mit experimenteller Musik in Hamburg zu veranstalten. https://tamthipham.com
Andrew Wass ist Tänzer, Performer und Forscher, dessen Arbeit die Grenzen zwischen empirischer Forschung und körperlicher Erfahrung verschwimmen lässt. Mit einem Hintergrund in Biochemie von der UC San Diego und einem Doktortitel in Tanz von der Texas Woman’s University verortet Wass seine Untersuchungen an der Schnittstelle von Philosophie, Kognitionswissenschaft und prozessorientiertem Konzerttanz. Seit über zwei Jahrzehnten erforscht und unterrichtet er zeitgenössische Technik, Kontaktimprovisation und Ensemble Thinking. Er begreift Bewegung sowohl als Ort der Untersuchung als auch als generatives Medium und löst so die Trennung zwischen analytischer Methode und gelebter Empfindung auf. Wass ist mit Tanzgrößen wie Jess Curtis, Ray Chung, Nancy Stark Smith, Nina Martin, Ka Rustler und Chris Aiken aufgetreten und hat bei Festivals, an Universitäten und in Studios in Städten wie Berlin, Freiburg, Kopenhagen, Marfa, Kuala Lumpur, Tokio, Berkeley, Oberlin, Warschau und New York unterrichtet. Als leidenschaftlicher kollaborativer Künstler ist er Mitglied des Lower Left Performance Collective mit Sitz in Marfa, Texas. wasswasswass.com