Chloë Sobek
ist eine australische Violone-Spielerin (Renaissance-Kontrabass), Komponistin und Improvisatorin, die in Berlin lebt. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis steht das „Verschwinden“ als konzeptioneller Rahmen, das sie als materiellen und wahrnehmungsbezogenen Zustand betrachtet, durch den ursprüngliche Quellen, einst Lebendiges, verlorene Geschichten und klingende Körper als Spuren fortbestehen. Aus dieser Perspektive untersucht sie in ihren Arbeiten, wie musikalischer Ausdruck durch die Verflechtung mit dem mehr-als-menschlichen entsteht, und positioniert das instrumentale Spiel als eine Form ästhetischer und kritischer Auseinandersetzung. Ihre fortlaufende Forschung zur „musikalischen Hyperrealität“ erweitert diesen Ansatz auf die Frage, wie ein ursprünglicher Ausdruck durch wiederholte Reproduktion und Simulation verschwinden kann. Sobek arbeitet vorwiegend mit der Violone der Renaissance und betrachtet das Instrument als Ort materiellen Widerstands und historischer Kontinuität: als klangvollen Körper, durch den Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart wiederbelebt werden.
Turnbull / Sundland
Turnbull/Sundland ist ein elektroakustisches Improvisationsduo aus Berlin. Die Kombination aus elektroakustischer Percussion, Gesang, Elektronik und E-Bass mit erweiterten Spieltechniken entfaltet eine treibende, perkussive Energie. Nicht-metrische Grooves stehen im Kontrast zu weitläufigen, ätherischen Klanglandschaften – so vielschichtig, dass das Duo zeitweise wie eine doppelt so große Besetzung klingt.