exploratorium_2021-1

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2021Fr01Jan0:00So09Mai(Mai 9)23:59Keine Präsenzveranstaltungen bis mindestens 9. Mai 2021 möglich(Januar 1) 0:00 - (Mai 9) 23:59 Bühne:Improvisation InternationalLernraum:Wochenend-WorkshopSpielraum:Offene Bühnen

Zeit/Time

Freitag, 01. 01. 2021 | 0:00 - Sonntag, 09. 05. 2021 | 23:59

Inhalt/Content

Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung sind bis mindestens 9. Mai 2021 im exploratorium keine Präsenz-Veranstaltungen möglich.

Zur Linderung kultureller Mangelerscheinungen bietet unsere explorative Hausapotheke stattdessen:

Wir wünschen gutes Durchhalten und freuen uns auf bessere Zeiten!

2021Fr01Jan0:00So09Mai(Mai 9)23:59EmpfehlungLockmusik – Improvisieren in Zeiten von CoronaAnregungen für zu Hause aus unserem Dozent*innen-Team(Januar 1) 0:00 - (Mai 9) 23:59 Lernraum:Regelmäßige Kurse

Zeit/Time

Freitag, 01. 01. 2021 | 0:00 - Sonntag, 09. 05. 2021 | 23:59

Inhalt/Content

Thomas Gerwin

Eine kleine Hausmusik 2 (2020)

Musikalische Raum-Erkundungen allein

Die eigenen Räume sind alltäglich, bekannt und gewohnt – vielleicht bergen sie aber doch auch noch so manches unentdeckte musikalisch-künstlerische Potential. Die folgenden kleinen Konzeptimprovisationen möchten dazu anregen, dies in aller Ruhe für sich ganz persönlich zu entdecken.
Dabei sollen jeweils unterschiedliche Aspekte und Qualitäten eines bestimmten Ortes (= einer genau definierten Stelle innerhalb der Wohnung) im Vordergrund stehen. Wichtig ist dabei, wirklich alle Räume und Durchgänge sowie Bad oder Balkon, Abstellkammer etc. einzubeziehen. Es gibt für diese Art des künstlerischen Experimentes keine „wichtigen“ oder „unwichtigen“ Orte. Außerdem unterziehen wir in diesem Projekt Wertungen wie „schön“ oder „dissonant“ einer kritischen Prüfung, um zu Qualitäten wie „abwechslungsreich“, „interessant“ oder „stimmig“ zu kommen.

Eigenton

Jeder Raum hat einen eigenen Ton, eine Eigenfrequenz, die sich aus der Summe aller seiner Umstände, z.B. der Größe und den Proportionen der Maße von Wänden und Decke sowie dem Material der Wände und Möbel und Böden etc. ergibt. Der Eigenton kann an verschiedenen Orten eines Raumes unterschiedlich sein.
Versuche, mit einem Instrument den Eigenton bestimmter Orte Deiner Wohnung zu finden und experimentiere damit, ihn dort zu spielen sowie langsam oder schnell von ihm weg und wieder zu ihm hin zu gehen. Was passiert, wenn dieser Ton sehr lange gespielt wird?

Akustik

Jeder Ort zeichnet sich auch durch eine bestimmte Akustik aus, die dort erzeugte Töne, Klänge oder Geräusche auf bestimmte Weise erkennbar färbt. Auch die Akustik kann an verschiedenen Orten eines Raumes unterschiedlich sein.
Spiele mit der Akustik eines Ortes. Finde heraus, welche Töne und Klänge dort am besten zur Geltung kommen. Experimentiere mit Instrumental- und mit Materialklängen.

Material

Jeder Ort kann auch selbst zum Instrument werden, indem er selbst sowie alles, was sich dort befindet, auf verschiedene Weise zum Klingen gebracht wird.
Experimentiere an bestimmten Orten mit den dort befindlichen Gegenständen, auch den Wänden und dem Boden. Finde an bestimmten Orten heraus, welche Klänge sich besonders gut erzeugen lassen und wie sie zueinander passen.

Charakter

Jeder Ort hat außerdem einen bestimmten Charakter, der sich einerseits aus seiner Funktion ergibt und andererseits mit seinen materialen Gegebenheiten und Proportionen korrespondiert.
Finde die verschiedenen besonderen Charaktere bestimmter Orte in Deine Wohnung heraus, definiere sie und experimentiere damit, wie bestimmte Klänge, Melodien, Rhythmen oder andere musikalische Strukturen damit harmonieren, den Charakter stören oder auch (seltsam?) bereichern.

Tageszeit

Bestimmte Orte der Wohnung werden zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten unterschiedlich und auf bestimmte Weise genutzt oder frequentiert.
Finde dies für alle bisher bespielten Orte Deiner Wohnung heraus und fertige einen kleinen Kalender darüber an, was an welchem Ort normalerweise wann geschieht. Experimentiere damit, dies musikalisch zu begleiten, zu kontrapunktieren oder auch damit, bestimmte Tageszeiten einmal am selben oder an andere Orte zu „verpflanzen“.

Fertige eine Übersicht der bisher entdeckten Orte in Deiner Wohnung an. Versuche, noch weitere und zu den bisher bespielten unterschiedliche Orte zu finden.

Mache Dir immer wieder Notizen über neu entdeckte Möglichkeiten anhand von ortsspezifischen Aspekten und ihrer musikalischen Aussage und/oder Wirkung.

Versuche, bestimmte, besonders interessante musikalische Wirkungen nochmals zu erzielen und die dazu genutzten Praktiken Deinem musikalischen Repertoire einzufügen.

Kombiniere nun an einem Ort unterschiedliche der fünf Aspekte. Erstelle aus der Abfolge musikalischer Gestaltungen unter verschiedenen Aspekten unterschiedliche musikalische Prozesse variabler Längen.

Verbinde und vergleiche nun zwei unterschiedliche Orte, indem Du eine bestimmte Abfolge von musikalischen Aspekten an beiden Orten improvisierst.

Experimentiere ausgiebig mit der musikalischen Wirkung gleicher Aspekte an unterschiedlichen Orten.

Beziehe nun Deine Bewegung im Raum während der Kombination verschiedener Aspektabfolgen an unterschiedlichen Orten in die musikalische Gesamtgestaltung Deiner Improvisationen mit ein.

Experimentiere damit, wie sich Klänge oder Strukturen während der Standortveränderung und durch die Bewegung selbst verändern.

Improvisiere nun aus der Abfolge verschiedener musikalischer Gestaltungen an unterschiedlichen Orten stationär oder auch in der Bewegung eine musikalische Choreographie.

Versuche, diese Choreographie mit Bewegung und gleichzeitiger Ruhe zu wiederholen und reflektiere die Art der Unterschiede.

Improvisiere neue Choreographien nach Konzept oder völlig frei. Reflektiere und vergleiche die Prozesse und Ergebnisse.

Improvisiere im Dialog mit Deiner Umgebung.

Diese Konzeptimprovisationen knüpfen – aus gegebenem Anlass – an “Eine kleine Hausmusik” (10 aufeinander aufbauende Etüden zur Erforschung der Klanglichkeit des Normalen und zur Gruppen-Improvisation damit) von 1987 an.


Klaus Holsten:

In Zeiten von Social Distancing…

… sind wir herausgefordert, für eine ganze Reihe selbstverständlich gelebter Beziehungen neue Formen zu finden, und die Situation fordert uns auf, mit vielen bisherigen Selbstverständlichkeiten prüfend und wertschätzend in Resonanz zu gehen.

Viele Tipps, wie wir die Tage des Social Distancing sinnvoll und lustvoll überstehen können, gehen dahin, sich vermehrt elektronischer Medien zu bedienen. Dass das möglich ist, dürfte für viele ein Segen sein. Wie wäre es jedoch, darüber hinaus die mentalen Ebenen der Wahrnehmung und der Kommunikation zu intensivieren, mit allem, was du bist und was dich umgibt, in einen lebendigen Kontakt zu gehen und dies Erlebnis musikalisch resonieren zu lassen?

Du bist allein in Deinem Zimmer:

  • Wähle einen Gegenstand, den du siehst, gehe mit ihm in Beziehung und mache eine Musik aus dem Erlebnis dieser Situation.
  • Wähle einen anderen Gegenstand, der dem ersten ähnlich oder entgegengesetzt ist und gehe in denselben Prozess.
  • Nimm wahr, was du erlebt hast – worin sich die zwei Erlebnisse unterschieden oder ähnelten. Beobachte dich, die Gegenstände und die Musik, die du gemacht hast.
  • Finde heraus, warum du gespielt hast: für dich? – für den Gegenstand? – aus der gemeinsamen, von dir wahrgenommenen Gegenwart? – wegen ?? – aus ??
  • Wähle bewusst Gegenstände, die völlig verschiedene Welten repräsentieren, gehe ins Musikmachen und beobachte deine unglaubliche musikalische Vielfalt, die daraus erwächst.
  • Lass dich von Ästhetischem berühren – und lass es klingen.
  • Lass dich von Grenzwertigem, Hässlichem und Herausforderndem inspirieren – und spiele oder singe, wie du vielleicht noch nie gespielt oder gesungen hast.
  • Beobachte, was für eine musikalische Form entsteht, wenn du die beiden musikalischen Welten miteinander agieren lässt.
  • Ersetze den Gegenstand aus deinem Zimmer durch eine Person, die du nicht besuchen kannst – ein ganz anderer Kosmos wird aufgehen. Vielleicht nimmt die andere Person dies ja wahr, ganz ohne elektronische Übertragung? Vielleicht nimmst du die andere Person durch dein Spielen ganz anders wahr, als wenn du ihr real begegnen würdest.
  • Schau aus dem Fenster und nimm wahr – schließe die Augen und mache Musik.
  • Versuche herauszufinden, ob der Baum vor deinem Fenster dich hören oder wahrnehmen kann.
  • ?????
  • ?????

Diese Vorschläge skizzieren nur mögliche Schritte. Wer diese, ähnliche oder ganz andere geht, wird merken, dass bei ausreichender Konzentration auf einen gemachten Schritt ein nächster folgt, und dass dieser vielleicht in eine Richtung geht, die noch gar nicht gedacht wurde – oder auch zum Innehalten, bei dem unspielbare Musik oder einfach Stille entsteht.

Wichtig scheint mir, dass wir überhaupt musikalische Schritte gehen, Schritte, die unsere eigenen werden und Beziehungen entstehen lassen, in denen sich das Wort Distancing ins Gegenteil verwandelt. Nehmen wir es als Chance!


Tayfun Guttstadt:

Orientalische Musik lernen

 


Agnes Heginger:

Handmusik

Schau Deine Hand an

…wie klingt Deine Hand?
…kommt ein Ton? Ein Geräusch? Dein Atem?

Deine Hand bewegt sich vor Deinen Augen hin und her, Deine Augen folgen

und mit der Bewegung verändert sich Ton/ Geräusch/ Atem
das geht wie von selbst…

Deine Hand tanzt

…sie bewegt sich auf und nieder, dreht sich hin und her…

…verändert sich Dein Ton?
Wie klingt Deine Hand?
Wie klingt der Tanz Deiner Hand?

Deine Hand ist frei wie der Wind, sie kann tanzen so weit Dein Auge reicht
mal ist sie ganz nah, mal weht sie weit weg
und mit ihr tanzt Dein Ton, tanzen Deine Töne, Deine Klänge, Dein Atem

Das ist Hand-Musik! Und das geht ganz alleine und ist viel spannender als Fernsehen 🙂


Reinhard Gagel:

Housemusik – Hausmusic

erfunden oder gesammelt von Reinhard Gagel.

Das sind Vorschläge für online-Musizieren. Situation: jede vor ihrer Kamera in einem anderen Zuhause. Verbunden über Zoom, Jitsi usw. (Technische Details erläutere ich hier nicht).

Utensilien 1 (Reinhard Gagel)

Hol dir aus deinem Zimmer in deiner Wohnung einen Gegenstand der klingt. Zeige ihn, bespiele ihn.

Mache daraus…

  • … ein Solo: Du kannst deine Stimme verwenden, Texte erfinden, was dir grade einfällt.
  • … einen Dialog: Suche dir jemanden aus, mit dem spielen willst.
  • … eine Art Rundspiel: Am Ende deines Spielens sag, wie er es fortsetzen soll.

Steigere die Intensität, indem du dir Szenarien vorstellst: z.B. im anderen Zimmer der Wohnung ist jemand, der nichts hören soll. Außerhalb der Wohnung geschieht etwas, reagiere darauf.

Wünsche (RG)

Wünsch dir von den anderen, was du gerne hören möchtest, nur für dich. Die anderen sollen für dich spielen. Macht dieses Wunschspiel reihum.

Utensilien 2 (RG)

Spiele auf deinem Instrument, mit einem Gegenstand im Raum, mit Besteck oder Stiften. Mache einen Rhythmus, lade andere ein mitzumachen.

Erzählen (RG)

Erzähle etwas, was dir im Moment wichtig ist, was mit der Situation, in der Wohnung eingeschlossen zu sein, zu tun hat. Erzähle es und lass die anderen musikalisch agieren. Die anderen wählen eine Strategie, mit der sie das ganze Erzählgeschehen begleiten. Diese Strategie soll nicht verlassen werden, sondern immer modifiziert werden.

Beispiel:
B erzählt, Was sie morgens auf dem Balkon sieht.
Ensemble: Jemand spielt mit der Erzählung bei jeden zweiten Wort. Jemand übernimmt die Vögel. Jemand versucht die Stimmung abzuspüren. Alle diese jemands sollen im Verlaufe der Erzählung nicht von ihrer Strategie abweichen, sondern Modifikationen finden.

Songlines (RG)

Wir singen ein gemeinsames Lied, das wir vorher verabreden. Dieses Lied kann mitgesungen werden, es kann begleitet werden, es kann karikiert werden, und so weiter. Wichtig ist, dass das Lied erkennbar bleibt und das Zentrum des Interesses.

Drinks (Christian Wolff, Scratch Anthology)

Holt euch in verschiedene Gefäßen Getränke. Wenn du magst, trinke. Wenn du magst, mach Sounds. Die Behälter können jederzeit neu gefüllt werden. (möglichst nah am Mikro!)

Bildmusik (RG)

  • Zeigt ein Bild, das euch wichtig ist, und erläutert es auf eine Weise, die keine Worte hat.
  • Zeigt alle ein Bild in die Kamera. Versucht, das Bild vor der Kamera zu fixieren. Dann spielt eine Gruppenimprovisation.
  • Gemeinsame Improvisation: Nehmt ein Bild auch als “Instrument”: zeigt das Bild, wenn es euch musikalisch sinnvoll erscheint. Setzt es als Kommentar, als Impuls ein.
  • Erzählt das Bild mit Klängen, ohne dass es sichtbar ist

Timer (RG)

Spielt nach einer Uhr. Wenn ihr einen Timer habt, stellt ihn auf Repeat eine Minute. Es sollen immer 40 Sekunden gespielt werden und zwanzig Sekunden Pause sein.
a) Beginnt gemeinsam, spielt 40 Sekunden Stücke und 20 Sekunden Pause.
b) Beginnt unterschiedlich: Spiel ab da, aber den Verlauf exakt durch (40 Sek Spiel/ 20 Pause). Reagiert, wenn andere spielen auf deren Spiel oder nicht.

Anweisungen (RG)

Sagt ein Wort, eine kurzen Satz, der eine Anweisung ist:
z.B. “Stille” oder “Spielt euren höchsten Ton” oder “unterbrecht jemand anderen” usw.
Haltet die Anweisung nicht ein.

Wohnung (RG)

Erläutert die Wohnung, in der ihr sitzt. Gebt eine Vorstellung, welche Zimmer es gibt, wie sie eingeteilt ist, wo euer Lieblingsplatz ist, welche Möbel sich darin befinden usw.
Teilt jeweils eine Spielerin ein, sie solle in deinem Wohnzimmer, in deinem Bad, in deinem Schlafzimmer sein.
Dann spielt. Der, dem die Wohnung gehört, hört zu.

fish talk (Howard Skempton: Scratch anthologie)

(Ganz nah am Mikro:)
Atme sehr leise ein und aus
beim Ausatmen, verursache kleine Störgeräusche und Brechungen
mit Lippen/Zunge
hart/weich  ……   lang/kurz
wenn angemessen: küsse

Lieblingsmusik (RG)

Holt eure Lieblingsmusik (Platte, CD, Stick)
Wenn möglich, spielt sie ab.
Alle spielen gleichzeitig ab,
machen pausen, hören den anderen zu, steigern oder verringern Lautstärke, wechseln die Musiken….

Ziel: Klangcollage

Buch (RG)

Holt ein Buch,
schlagt die Seite
45   81   134   269   316
auf und lest
die jeweils 3. und 15. Zeile laut vor.
Organisiert, dass es klingt, dass man alles versteht, dass man reagiert usw.

alone for a second (RG)

Alleine für einige Zeit (für sich) spielen,
dann aufeinander bezogen:
lasst Platz, wartet, versucht zu verstehen, übertönt usw.

support piece (RG)

Holt eine Gebrauchsanweisung,
spielt beim Lesen der Texte einige Klänge,
lest auch laut einige besondere Begriffe,
lest auch in anderen Sprachen
gebt euch eine Rolle.

Corona Notwendigkeiten (RG)

Spielt Klänge, die zwei Meter voneinander klingen, stellt es euch vor.

(nicht für online:)
Spielt nur zu zweit in großem Abstand.
a) Spielt und schaut euch an, wendet euch ab usw.
b) (für Ensembles:) Was tut ihr, wenn ein anderes Paar in euren Sicherheitsabstand kommt?

Wascht euch die Hände. Immer wieder. Nehmt das Geräusch auf oder haltet das Mikro dran…

Stille Post (Ulrike Schwarz/ Carl Ludwig Hübsch/ Sabine Vogel u.a.)

Spielt solistisch und nehmt es auf. Sendet das Band an den Nächsten. Der spielt eine weitere Spur auf und versendet dann an den Nächsten.
Regel: Nur einmal dazu spielen, ohne vorher das Band gehört zu haben.
Spielt mit dem Band mit, ohne den Ton angestellt zu haben, eine zweite Spur ein.
Spielt solistisch und nehmt euch auf. Versendet das Stück an einen, der die Teile auf mehrere Spuren zusammenfügt und so ein Ensemblestück kreiert.

Hausmusik (RG)

Spielt, wo ihr gerade seid, einige kurze Stücke (mit Uhr: 20/40/60 Sekunden), aber auch ohne Uhr. Nehmt das Stück auf. Versendet es an jemand per whatsapp.
Der oder die Empfänger sollen mit eigenem Spiel daran anschließen, dazu spielen, nur anhören, etwas damit machen, was ihm einfällt.
Setzt euch mit den Stücken der anderen mit Kopfhörer an verschiede Orte der Wohnung, des Zimmers, in verschiedenen Positionen usw.


Matthias Schwabe:

Improvisierend allein zuhaus’ – 3 Anregungen

Wie klingst du? oder „Jenseits der Beherrschung“

— Wähle ein Objekt, mit dem du noch nie Musik gemacht hast: Pappkarton, Plastikeimer, aufgeblasener Luftballon, Wellpappe, Steine, Porzellan, Äste, Metallteile etc.
Wähle bei Bedarf Hilfsmittel, mit denen Du das Objekt bespielen kannst: Schlägel, Drahtstücke, Stäbe, Murmeln, Bürsten etc.

— Gib dir 10 Minuten Zeit, die Klänge des Objektes zu erkunden.

— Präsentiere dann eine klangliche Solo-Performance.
Es kann hilfrei sein, entweder eine Person (oder mehrere) als Publikum zu haben oder das Stück aufzunehmen.

— Nimm dein eigenes Instrument. Spiele auf ihm, als sei es vollkommen neu für dich, mit derselben Haltung, mit der du vorher das Klangobjekt bespielt hast. „Beherrsche“ das Instrument nicht, sondern „befrage“ es: Wer bist du? Wie klingst du? Was steckt in dir?
Auch hierfür kann Publikum und/oder eine Aufnahme hilfreich sein.

— Wähle ein neues Objekt, mit dem du noch nie Musik gemacht hast… usw.
(Variante: Wähle dasselbe Objekt noch einmal. Gib dir wieder 10 Minuten [oder mehr] Zeit usw.)

Treibholz oder „…wohin die Strömung dich trägt“

Stelle dir vor, du bist ein Stück Holz, das in einem Bach schwimmt. Mal wird es gemächlich fortgetragen, mal gerät es in einen Strudel, steckt für einige Zeit fest, befreit sich wieder, wird von einem schnellen Sog fortgezogen etc.

Es geht nicht darum, das Wasser darzustellen, vielmehr steht das Bild des Treibholzes für die Art der musikalischen Fortentwicklung: mal allmählich, mal sich im Kreise drehend, mal rasend schnell etc.

Wichtig: Du bist ein Stück Holz und kein Boot mit Motor und Steuerung. Du kannst dir deinen Weg nicht aussuchen, sondern wirst vom musikalischen Fluss bewegt. Lass dich davon überraschen, wohin die Strömung dich trägt!

Entstehen – vergehen

Improvisiere solistisch zum Thema „entstehen – vergehen“.


 

2021Mo19Apr20:00TRAMES // Duo Ivo Berg + Thomas Gerwinwegen Corona verlegt auf 7. Oktober 202120:00 exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang CBühne:Improvisation International

Zeit/Time

Montag, 19. 04. 2021 | 20:00

Ort/Location

exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang C

Inhalt/Content

TRAMES

Celine Voccia (FR/DE) – Klavier
Michel Doneda (FR) – Saxofon
Alexander Frangenheim (DE) – Kontrabass

Duo Ivo Berg + Thomas Gerwin (DE)

Ivo Berg: Blockflöten
Thomas Gerwin: Elektronik, Perkussion, Banjo


TRAMES
Idee und Basis für das Trio TRAMES bilden verschiedene Eckpunkte der Musikgeschichte: Chamber Jazz des Jimmy Giuffre Trios, Ekstasen und Dramatik des Free Jazz, Traditionen der Neuen Musik sowie neue Formen des Experimentierens seit den 1960ern sowohl im Bereich der komponierten Musik als auch in der experimentellen Musik. Innerhalb dieses Koordinatensystems will das Trio einen Punkt im Zentrum finden, von dem aus freier Zugang zu einer Ensemblemusik besteht, die eine offene und komplexe Strukturierung und Klanggestaltung mit der Unmittelbarkeit und Emotionalität der Improvisation verbindet. Dabei sollen die Freiheit und Intensität von Kraft, Stille und Verwundbarkeit, von abstrakten Strukturen und Geräuschen, aber auch von Lyrismen zueinander keine Abgrenzungen erfahren.

Céline Voccia ist eine französische Pianistin, Komponistin und Improvisatorin in der Berliner Free Jazz-Szene. Sie studierte klassisches Klavier am Genfer Konservatorium sowie Jazzmusik und Improvisation in Paris und Berlin. Ihre Musik ist eine Verschmelzung der Jazzsprache mit klassischer Klaviertechnik und gipfelt so in einer Abstraktion zeitgenössischer Musik mit Free Jazz. Michel Doneda wurde 1954 in Frankreich geboren und ist autodidaktischer Musiker. Um 1980 gründete er in Frankreich zusammen mit Musikern, Tänzern und Schauspielern IREA (Institute for research and exchange between arts of improvisation). Doneda ist in der internationalen Musikszene sehr engagiert und aktiv. Er tourte in Afrika, Japan, Asien, den USA, Kanada, Süd Amerika und Russland und hat bereits mehr als  50 CDs veröffentlicht. Alexander Frangenheim, ein klassisch ausgebildeter Bassist, arbeitet seit Ende der 1980er Jahre als Improvisator. Er hat mit vielen führenden Musikern aus der ganzen Welt gespielt. Von Mitte der 90er bis Anfang der 2000er Jahre war er eine Schlüsselfigur auf dem Gebiet der Zusammenarbeit mit Tanz. 1992 gründete er sein Label concepts of doing für Festivals, Events und als CD-Label. Von 1997 bis 2003 waren concepts of doing – Interaktion Tanz Musik eine herausragende Plattform für den experimentellen Austausch zwischen Medien in Europa. Seit 2005 lebt er in Berlin. Er schuf studioboerne45, ein angesehenes Aufnahmestudio für unabhängige Künstler, in dem er seitdem auch weiterhin seine concepts of doing-Festivals produzierte.

https://www.celinevoccia.fr/
http://puffskydd.free.fr/neda/
http://frangenheim.de/

https://soundcloud.com/celinevoccia/trames

 

Duo Ivo Berg + Thomas Gerwin (DE)
Die Komposition Flautando 3.7 markiert den Beginn der Zusammenarbeit von Ivo Berg und Thomas Gerwin als Duo: Aus radikalen Soundexperimenten am Rohmaterial der Flöte werden Samples gewonnen, die verdoppelt, gedehnt, verfremdet oder in ihre Bestandteile aufgespalten als elektroakustisches Zuspielband und Improvisationsmaterial an die Spielenden zurückfließen. Aus diesem explorativen Setting heraus finden Thomas Gerwin und Ivo Berg zu einem intensiven kammermusikalischen Musizieren zwischen den Polen von elementarer Körperlichkeit und Digitalisierung, Simplizität und kompositorischer Komplexität, Unmittelbarkeit und Immersion. Über das Instrumentarium der Blockflöte und die Einbindung der „Cheap Electronics“ wird in diese Suche nach aktuellen Ausdrucksformen stets auch eine historische Folie eingeblendet. Ausgangspunkte sind neben der freien Improvisation auch graphische Notationen und offene Improvisationskonzepte.

Ivo Berg studierte Blockflöte und frühe modale Ensemblemusik in Bremen und Tilburg. Neben der zeitgenössisch experimentellen Musik liegt sein Schwerpunkt auf der Aufführungspraxis früher Musik. Als Sänger und Blockflötist konzertiert er mit dem Ensemble Nusmido, das auf die Musik der Renaissance und des Mittelalters spezialisiert ist. 2014 veröffentlichte er seine Dissertation zum Thema musikalischer Spannung und legte weitere Forschungsarbeiten u. a. im Bereich Gestik, Embodiment sowie historischer Aufführungspraxis vor. Nach Tätigkeiten an der Musikhochschule Lübeck und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien hat er seit 2018 eine Professur für Musikpädagogik an der Universität der Künste Berlin inne und ist Studiengangsleiter der Künstlerisch-Pädagogischen Ausbildung. Thomas Gerwin, klassisch ausgebildeter Komponist und Klangkünstler, kam sehr früh zur elektroakustischen Musik, seit 1993 arbeitet er außerdem intensiv in den Bereichen „Soundscape Composition“ und radiophone Kunst. Hauptsächlich in seinem Berliner Atelier inter art project komponiert er instrumentale und (live-)elektronische Werke für Konzert und Performance, inszeniert experimentelle Hörstücke und kreiert Klang- und Video-Installationen. Als Ausdrucksmittel seiner interaktiven und „situativen“ raumkünstlerischen Arbeiten bezieht er oft Neue Medien, Theater, Tanz, Film, Licht und Skulptur mit ein. Gleichzeitig improvisiert er seit früher Jugend bzw. komponiert spontan mit Gitarre, gefundenen Objekten, Live-Elektronik sowie seit 2008 auch mit seinem präparierten 6-saitigen Banjo, einer „perfekten Kombination aus Schlag- und Saiteninstrument“ und unterrichtet im exploratorium berlin – Raum für Improvisation.

www.thomasgerwin.de

 

Das Konzert wird wegen Corona auf den 7. Oktober 2021 verlegt

 

Eintritt: 12/10/6 € (Normalpreis/ermäßigter Preis/Berlin-Pass)

2021Di20Apr18:0019:30EmpfehlungLesekreis Improvisationfindet derzeit digital statt18:00 - 19:30 exploratorium berlin, Bibliothek, Aufgang DDenkraum:Lesekreis

Zeit/Time

Dienstag, 20. 04. 2021 | 18:00 - Dienstag, 20. 04. 2021 | 19:30

Ort/Location

exploratorium berlin, Bibliothek, Aufgang D

Inhalt/Content

Im Lesekreis Improvisation werden gemeinsam Texte über Improvisation gelesen und diskutiert.
Der Lesekreis ist stets offen für neue Teilnehmer*innen.
Eine regelmäßige Teilnahme ist sinnvoll, aber keine Voraussetzung.

Unten finden sich zur Information die bisherigen Themen und Texte.

Der Lesekreis am 20. April findet aufgrund der aktuellen Corona-Lage als Video-Konferenz statt. Die Teilnahme ist nur mit Voranmeldung per unten stehendem Anmeldeformuar oder per E-Mail an Mathias Maschat möglich. Die Anmeldung muss bis zum Vorabend, Montag, 19. April erfolgen.

Termine bis Juni 2021:
Dienstag 20.04. | 11.05. | 08.06.
18.00–19.30

Leitung: Mathias Maschat
E-Mail an Mathias Maschat

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

 

Bisherige Themen und Texte:

16.03.2021 + 20.04.2021
Mathias Maschat (2012): “Performativität und zeitgenössische Improvisation”, in: Improvisation. Theorie – Praxis – Ästhetik, hg. v. Matthias Haenisch = kunsttexte.de, Ausgabe 2.2012 / Auditive Perspektiven: kunsttexte.de/auditive_perspektiven; https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/7529/maschat.pdf

16.02.2021
Gisela Nauck (2012): “Im Klang arbeiten. Innovationen in der aktuellen Improvisationsszene”, in: Improvisation. Theorie – Praxis – Ästhetik, hg. v. Matthias Haenisch = kunsttexte.de, Ausgabe 2.2012 / Auditive Perspektiven: kunsttexte.de/auditive_perspektiven (Ausschnitte); https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/7527/nauck.pdf

12.01.2021
Thiemo Breyer; Alexander Gerner (2017): “Resonanz und Interaktion. Eine philosophische Annäherung anhand zweier Proben”, in: Resonanz – Rhythmus – Synchronisierung: Interaktionen in Alltag, Therapie und Kunst, hg. v. Thiemo Breyer u. a., Bielefeld: Transcript, S. 34–46

03.11.2020 + 08.12.2020
Matthias Haenisch (2011): “Emergenz. Zu einem theoretischen Begriff aktueller Improvisationsforschung”, in: Echtzeitmusik. Selbstbestimmung einer Szene, hg. von Burkhard Beins, Christian Kesten, Gisela Nauck u. Andrea Neumann, Hofheim: Wolke, S. 186–201

06.10.2020
Silvana K. Figueroa-Dreher (2016): Improvisieren. Material, Interaktion, Haltung und Musik aus soziologischer Perspektive, Wiesbaden: Springer VS, daraus S. 311–314: “Schlusswort” (Ausschnitt)

01.09.2020
Silvana K. Figueroa-Dreher (2016): Improvisieren. Material, Interaktion, Haltung und Musik aus soziologischer Perspektive, Wiesbaden: Springer VS, daraus S. 61–63: “Das Phänomen der Improvisation und die soziologische Handlungstheorie” (Ausschnitt)

09.06.2020
Theo Jörgensmann; Rolf-Dieter Weyer (1991): Kleine Ethik der Improvisation, Essen: Neue Organisation Musik, daraus: S. 12–15: “Zeit und Raum”

12.05.2020
Theo Jörgensmann; Rolf-Dieter Weyer (1991): Kleine Ethik der Improvisation, Essen: Neue Organisation Musik, daraus: S. 8–10: “Vom Wesen”

21.04.2020
“Improvisation: Kommunikation – Begegnung – Liveness – Co-Präsenz – Aura”
Kurze Textfragmente von Dirk Baecker, Derek Bailey, Burkhard Beins, Silvana K. Figueroa-Dreher, Erika Fischer-Lichte, Reinhard Gagel, Theo Jörgensmann/Rolf-Dieter Weyer, Mathias Maschat und Uwe Mattheiss

2021Do22Apr20:00Empfehlungkey_concepts #5: Materiality / Resonance – The FAAB (Feedback-Actuated Augmented Bass)Zu Gast: Adam Putz Melbye | Moderation: Mathias Maschat20:00 Livestream auf YouTubeDenkraum:key_concepts

Zeit/Time

Donnerstag, 22. 04. 2021 | 20:00

Ort/Location

Livestream auf YouTube

Inhalt/Content

Gespräch auf  Englisch

Zu Gast: Adam Pultz Melbye
Moderation: Mathias Maschat

Livestream: https://www.youtube.com/exploratoriumberlin

In der fünften Ausgabe der Denkraum-Reihe key_concepts spricht Mathias Maschat mit Adam Pultz Melbye, einem in Berlin ansässigen Improvisator, Kontrabassisten, Programmierer, Instrumentendesigner und Doktoranden am Sonic Arts Research Center der Queenʼs University in Belfast, Nordirland. Außerdem präsentiert Adam Pultz Melbye sein zusammen mit dem Instrumentenbauer Halldór Úlfarsson neu entwickeltes Instrument, den FAAB (Feedback-Actuated Augmented Bass).

Seit 2007 hat Adam Pultz Melbye als Solist sowie mit Musiker*innen bzw. Gruppen wie Julia Reidy, Evan Parker, Lotte Anker, Pat Thomas, Flamingo und Ingrid Schmoliner aufgenommen und Konzerte gespielt. Angetrieben von einer fundamentalen Faszination für Kontrabassresonanz hat er sich in den letzten zwei Jahren auf den FAAB (Feedback-Actuated Augmented Bass) konzentriert – einen hybriden Feedback-Kontrabass mit Tonabnehmern, integriertem Lautsprecherkegel und Signalverarbeitungs-Algorithmen. Der FAAB ist ein hochresonantes, klanglich mehrdeutiges und manchmal unberechenbares Instrument. Es ermöglicht zwar Klänge und Spielpraktiken, die auf dem akustischen Kontrabass nicht möglich sind, widersteht aber auch den traditionellen Vorstellungen von Meisterschaft und Kontrolle. Insofern ist die Improvisation ein zentrales Merkmal der Entwicklung einer Sprach- und Aufführungspraxis mit dem Instrument, was Adam Pultz Melbye zu der Annahme veranlasst, dass Widerstand und Unsicherheit tatsächlich grundlegende Voraussetzungen für Improvisation sind.

Das Gespräch konzentriert sich auf die Solo-Improvisation und darauf, wie sie mit einem Instrument ausgeführt wird, dessen Materialität sowohl virtuelle als auch physische Domänen kreuzt und aus diesen besteht. Resonanz kann hier sowohl das akustische Phänomen von physischen Körpern bedeuten, die sympathisch mit sich selbst als auch miteinander schwingen, weist aber auch auf mehrere Rückkopplungsschleifen von Informationen hin, die sich über Holz, Saiten, Silizium, Computercode sowie die menschliche Wahrnehmung und Kognition bewegen.

http://www.adampultz.com/augmenting-the-double-bass/
The FAAB – Nime20020 performance: https://vimeo.com/446291856

2021Fr23Apr(Apr 23)17:30So25(Apr 25)16:00Ich klinge …Workshop für Vokalimprovisation – entfällt wegen Corona17:30 - 16:00 (25) exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang CLernraum:Wochenend-Workshop

Leitung/Facilitator

Agnes Heginger

Zeit/Time

Freitag, 23. 04. 2021 | 17:30 - Sonntag, 25. 04. 2021 | 16:00

Ort/Location

exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang C

Inhalt/Content

Wie klinge ich eigentlich? Wann klinge ich wie?
 Und warum sollte ich überhaupt?
 Möchte ich klingen oder ist Schweigen und Stille auch Teil meines Ausdrucks?
 Was heißt eigentlich „authentisch sein“?
 Wie komme ich in Verbindung mit/zu mir selbst?

Wir werden in den Raum hinein tönen/ singen/ brabbeln/ reden … alles, was die eigene Stimme hergeben mag und kann. Und für Euer „Hergeben mögen“ und „Hergeben können“ habe ich den einen oder anderen guten Tipp. 
• Entdecken der eigenen klanglichen Möglichkeiten durch Vermittlung von gesangstechnischem Wissen
• gemeinsame Körper-, Atem-, und Stimm-Übungen
• kreativer Umgang mit Improvisationsanleitungen
• Erfahren von direktem Zusammenhang zwischen „Stimmung“ und „Stimme“, gezieltes Beeinflussen von beidem durch Übungen / spielerisch-kreative Experimente / im Moment entstehende Musikstücke und/oder Performances (Duos, Trios, Quartette, Solos, …)      
Willkommen sind alle, die bereits mit ihrer Stimme arbeiten und sich durch diese Ankündigung angesprochen fühlen!    
Mitzubringen: die eigene Stimme, eventuell auch (eigene) Gedichte/Texte zum spontan vertonen.

Der Kurs muss wegen Corona leider entfallen

2021Fr23Apr(Apr 23)18:00So25(Apr 25)14:00EmpfehlungWorte verwandelnPoesie-Workshop – findet digital und um 1 Woche verschoben statt!18:00 - 14:00 (25) exploratorium berlin, Saal 2, Aufgang DLernraum:Wochenend-Workshop

Leitung/Facilitator

Johann Reißer

Zeit/Time

Freitag, 23. 04. 2021 | 18:00 - Sonntag, 25. 04. 2021 | 14:00

Ort/Location

exploratorium berlin, Saal 2, Aufgang D

Inhalt/Content

Alles kann Gedicht werden: Gedanken, Klänge, Bilder. Doch wie findet sich eine poetische Sprache? Wie entsteht ein Gedicht mit einem eigenen Sound, eine kleine poetische Welt?

In diesem Online-Workshop experimentieren wir mit verschiedenen lyrischen Stilen und Verfahren, mit klassischen und avantgardistischen Formen. In Schreibübungen wird von konkreten Sinneseindrücken und vorgefundenen Texten ausgegangen. Zudem sind kleine Erkundungen rund um die Wohnung der Teilnehmer*innen und im Internet vorgesehen, um Inspirationen zu sammeln. Aber auch mit und auf Bildmaterialien sollen Gedichte entstehen.

Diese Texte werden im Workshop gemeinsam besprochen, um weiter an ihnen zu feilen. Zudem werden verschiedene Möglichkeiten, Gedichte performativ umzusetzen, behandelt. Zwei Wochen nach dem Workshop-Wochenende sollen Texte, die in der Zwischenzeit entstanden sind und weiter ausgearbeitet wurden, der Gruppe vorgestellt werden.

Für diesen Kurs sind keine Vorkenntnisse notwendig. Auch ältere eigene Gedichte können mitgebracht werden.

Wegen Corona findet der Workshop digital und 1 Woche später statt.

2021So25Apr19:3022:00Improvisation als Lebenskunst!?Spur 14: Am Ursprung der Impulse - entfällt wegen Corona-Lockdown19:30 - 22:00 exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang CSpielraum:Lebenskunst

Zeit/Time

Sonntag, 25. 04. 2021 | 19:30 - Sonntag, 25. 04. 2021 | 22:00

Ort/Location

exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang C

Inhalt/Content

Workshop & Gespräch mit Susanne Brian (Authentische Bewegung und Stimme) und Rainer Stolz

Authentic Movement and Voice bietet einen kraftvollen intuitiven Raum, in welchem wir mit unseren kreativen Ressourcen, mit unserem persönlichen wie dem kollektiven Unbewussten und der Stille in tiefen Kontakt kommen können. Was sich an Bewegungen und Tönen entfaltet, kann überraschend und ungewöhnlich wie auch schlicht und mühelos sein. Wir können Erfahrungen machen, die uns mit unserem ursprünglichen Wesen und unserem Wissen um Heilung verbinden.

In diesem freien Raum, der von einer klaren Struktur gerahmt ist, begeben wir uns an den Ursprungsort, wo kreative Impulse entstehen, wo wir uns Stück für Stück von unserer Alltagsidentität befreien und von Moment zu Moment neu erfinden. Dabei entsteht oftmals ein Gefühl von „bewegt werden“, von „getönt werden“. Die Impulse sind nicht vom planenden Verstand gesteuert; eher spielen wir wie Kinder, die Bewegung um der Bewegung willen genießen und ganz darin aufgehen.

Wir bewegen uns mit geschlossenen Augen und ohne Musik. Sich selbst und andere im authentischen Ausdruck erleben und bezeugen zu können, ist meist eine berührende und inspirierende Erfahrung. Wir fühlen uns hinterher genährt, bereichert und manchmal auch transformiert. Gestärkt wird außerdem unser Selbstausdruck, unsere Präsenz und Empathiefähigkeit im Alltag.

An diesem Abend können Sie einen Eindruck von dieser Arbeit am eigenen Leib erleben. Und anschließend sprechen wir darüber, wie sich Improvisation und Lebenskunst darin begegnen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bitte bringen Sie bequeme Kleidung mit.

Susanne Brian ist Seminarleiterin, Shiatsu-Praktikerin und Stimm-Performerin

Die Veranstaltung muss wegen des Corona-Lockdowns leider entfallen und wird zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt.

Reihe: Improvisation als Lebenskunst!?

Improvisiert wird einerseits in der Musik, im Tanz oder im Theater – andererseits in Lebensfeldern wie der Kommunikation, in Beziehungen, im Leben mit Kindern, in Lern- und Arbeitsprozessen, in der Selbstorganisation, im Coaching, in Therapie und Selbsterfahrung. Im Rahmen dieser Reihe bieten Dozent*innen aus verschiedenen Bereichen Aspekte ihrer improvisatorischen Arbeit zwischen Kunst und Lebenskunst in einem Workshop zur praktischen Erkundung und in einem Gespräch zur Reflexion an. Alle Interessierten sind zum Erfahrungsaustausch und zum gemeinsamen Forschen herzlich willkommen!

Leitfragen der Reihe sind:

Was erfahren, was lernen wir im Spiel mit Improvisation über und für das alltägliche Leben?
Inwiefern unterstützt uns Improvisation dabei, mit Herausforderungen und Krisen persönlicher, sozialer oder gesellschaftlicher Art umzugehen?
In welchen Lebens-, Arbeits- und Gesellschaftsbereichen bietet sich ein Transfer improvisatorischer Formate, Werkzeuge und Grundhaltungen an?
Was trägt Improvisation zu einem guten Leben, zu Vielfalt, Kooperation und Frieden bei?

Der nächste Termin in der Reihe Improvisation als Lebenskunst!?:

Gastgeber der Reihe ist der Autor, Performer und Dozent am exploratorium berlin Rainer Stolz. 

2021Fr30Apr(Apr 30)18:30So02Mai(Mai 2)15:00expl_OHR kollektivOhren öffnen – Klänge entdecken – gemeinsam Musik erfinden – wegen Corona verlegt auf 10.-12.9.2118:30 - (Mai 2) 15:00 exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang CLernraum:Wochenend-Workshop

Leitung/Facilitator

Matthias Schwabe

Zeit/Time

Freitag, 30. 04. 2021 | 18:30 - Sonntag, 02. 05. 2021 | 15:00

Ort/Location

exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang C

Inhalt/Content

Alles, was wir zum Improvisieren brauchen, ist bereits in uns vorhanden!

Deshalb geht es in diesem Workshop nicht darum, Dinge neu zu lernen, sondern (bisweilen verborgene) vorhandene Potenziale freizusetzen und unsere „Antennen“ zu schärfen. Dabei helfen Übungen und Spielregeln, die die Aufmerksamkeit bündeln: auf intensives Lauschen, auf lustvolles Experimentieren, auf die Interaktion in der Gruppe, auf musikalische Zusammenklänge und Zeitverläufe.

Als Instrumentarium steht eine bunte Auswahl an Klangerzeugern zur Verfügung, die nur darauf warten, selbständig erkundet und bespielt zu werden. Ebenso können eigene Instrumente verwendet werden.

Das Workshopangebot richtet sich an

  • Neu-Einsteiger*innen, gerne ohne jegliche Vorerfahrung
  • Fortgeschrittene, die ihre Erfahrungen vertiefen wollen sowie
  • Personen, die Anregungen für ihre berufliche Arbeit suchen.

Der Workshop wird wegen des Corona-Lockdowns auf 10.–12. September 2021 verlegt

 

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