Die Filmemacherin Ebba Jahn zeigt ihren Film Video Edition Begegnungen. Die Arbeit versammelt künstlerische Begegnungen zwischen Performance, Musik, Poesie und experimentellem Film und entfaltet ein vielstimmiges Geflecht internationaler Kollaborationen.
Im Zentrum stehen offene künstlerische Situationen, in denen unterschiedliche Praktiken, Generationen und Medien aufeinandertreffen – zwischen dokumentarischer Nähe, performativer Verdichtung und improvisatorischer Praxis.
Vor der Vorführung findet ein von Mathias Maschat moderiertes Künstlerinnengespräch mit Ebba Jahn statt, das Einblicke in Entstehung, Kontext und kuratorische Idee des Projekts gibt.
Ebba Jahn arbeitet seit den frühen 1980er-Jahren als Filmemacherin im Bereich von Dokumentar- und Experimentalfilm. Mit Rising Tones Cross (1985) schuf sie ein vielbeachtetes Porträt der New Yorker Improvisations- und Jazzszene, das heute als bedeutendes Zeitdokument gilt. In späteren Arbeiten wie der Kurzfilmsammlung Arts Interplay (2008) oder dem audiovisuellen Dialog IDEA – Miniatures by Improvisers (2022) untersucht sie künstlerische Prozesse zwischen Musik, Bildender Kunst und Gesellschaft. Ihre Filme verbinden präzise Beobachtung mit poetischer Offenheit und wurden international auf Festivals sowie in Institutionen wie dem Berliner Arsenal – Institut für Film und Videokunst gezeigt. Neben ihrer filmischen Arbeit ist Jahn als Kuratorin und Herausgeberin tätig und initiiert Projekte, die den Dialog zwischen Kunstformen, Generationen und kulturellen Kontexten in den Mittelpunkt stellen.