exploratorium_2020-2

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2020So01Nov20:00Activity Center || espresso & mud20:00 exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang CBühne:Improvisation International

Zeit / Time

Sonntag, 01. 11. 2020 | 20:00

Ort / Location

exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang C

Infos

espresso & mud (AT)
Nina Polaschegg
– Kontrabass
Bruno Strobl
– Elektronik

Activity Center 30 years (DE)
Michael Renkel – strings & percussion
Burkhard Beins – percussion & strings

espresso & mud – ein (virtuelles) Kontrabassduo im Spannungsfeld von Improvisation und Komposition
Eine Musikwissenschaftlerin und Musikpublizistin, die sich nicht nur dem Schreiben über Musik der (freien) Improvisation widmet, sondern auch als Kontrabassistin aktiv ist und ein Komponist, dessen elektronische Kompositionen viel mit der Klanglichkeit und der Texturgebung manch freier Improvisation und experimenteller Musik gemeinsam hat. Seit 2012 arbeiten sie als Improvisations-Duo gemeinsam.

Nina Polaschegg verwendet in ihrem Spiel neben dem puren gestrichenen und gezupften Bassklang zahlreiche Präparationen, um das Instrument neu zu denken und klangfarbliche Nuancen zu entwickeln. Bruno Strobl arbeitet mit Samples unterschiedlicher Herkunft – einige sind im Rahmen seiner kompositorischen Arbeit entstanden, viele sind nah mikrophoniert aufgenommene Kontrabassklänge von Nina Polaschegg. Pur gespielte Samples stehen neben stark elektronisch verfremdeten und bilden so ein Äquivalent zur mehrdimensionalen Klanggebung am Kontrabass. Dritter im Bunde ist stets der Raum. Seine Architektonik, seine Akustik, seine Atmosphäre, beziehen sie gezielt mit ein.

Activity Center 30 years
Im Laufe von 30 Jahren hat Activity Center einen einzigartigen Stil musikalischer Performance entwickelt. Ihre unverwechselbare Art, „spontane kompositorische Strukturen zu schaffen“, wurde als „improvisierte Klangkunst“ oder „handgespielte Musique Concréte“ beschrieben, sie sei „almost hyperactive yet never busy or overbearing, lining out a clear, highly defined space in which their sounds float about and bang into one another“. Ihre seit langem vergriffene Doppel-CD Möwen & Moos (1999) gilt als Meilenstein ihres Genres, mit ihrer CD Activity Center & Phil Minton gelang ihnen 2005 der Brückenschlag zwischen Generationen und Stilen. Mit Lohn & Brot, ihrer letzten Veröffentlichung aus dem Jahr 2010, haben sie ihre große musikalische Erfahrung in einen elektro-akustischen Zusammenhang gestellt.

Activity Center wurde 1989 gegründet, als das Nachkriegs-Deutschland in eine neue Ära stolperte und Post-Punk sich schließlich abgenutzt hatte. Michael Renkel und Burkhard Beins spielten ihr erstes Konzert im legendären Hannoveraner Underground-Club Silke Arp bricht und ihr zweites Konzert im Rahmen des Günter Christmann-Projekts VARIO. Nachdem das Duo eine Zeit lang zentraler Kern des Hamburger Salons war, etablierte es sich in der neu entstehenden Berliner Echtzeitmusik-Szene um 1995. Ihre Berliner Version des 2:13 Club im Vollrads Tonsaal wurde zu einem zentralen Treffpunkt des sogenannten Berlin Reductionism und ihrer gleichgesinnten Gefährten aus London, in den späten 1990er Jahren – zu einer Zeit, als diese musikalische Episode noch keinen Namen hatte. Activity Center wurde für seine sehr eigenwillige Variante davon bekannt und beide Musiker waren dann zu Beginn des neuen Jahrtausends auch Gründungsmitglieder des einflussreichen Berliner Septetts Phosphor.

 

Eintritt: 12 / 10 / 6 Euro (Normalpreis / ermäßigt / Berlin-Pass)

Fotorechte: lan Stenhouse (oben), Klaus Kürvers (unten)

Details

       

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