exploratorium_2022-1

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Wir bieten Raum für unendliche Möglichkeiten

Improvisation im exploratorium berlin

    • für Musik und andere Künste,
    • für Profis & Laien,
    • für Jung & Alt
    • für Pädagogen und Wissenschaftlerinnen
    • für alle mit Neugier und Lust auf künstlerische Entdeckungsreisen

Improvisation verstehen wir als eine Art künstlerische Umgangssprache,  die sich als Einstieg ins Musizieren ebenso eignet wie als Kunstform auf hohem Niveau.

Wir bieten die ganze Bandbreite: Konzerte, Workshops & Kurse, Ensembles, Offene Treffpunkte, Gespräche und eine Bibliothek.

Viel Spaß beim Stöbern in unserem Programm!

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Unsere Highlights

Bühne

Lernraum

Spielraum

Denkraum

Junges explo

2022Do08Dez20:00Empfehlungimp[or]trait #8: echtzeitmusik – Material und MotivationZu Gast: Neo Hülcker, Christian Kesten, Johannes Kreidler, Andrea Neumann | Moderation: Mathias Maschat20:00 exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang CDenkraum:imp[or]trait

Zeit/Time

Donnerstag, 08. 12. 2022 | 20:00

Ort/Location

exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang C

Inhalt/Content

Gespräch auf Deutsch

Zu Gast: Neo Hülcker, Christian Kesten, Johannes Kreidler, Andrea Neumann
Moderation: Mathias Maschat

echtzeitmusik – Material und Motivation ist der letzte Teil einer vierteiligen Gesprächsreihe rund um das Thema Echtzeitmusik. Die Reihe startete mit einem Austausch zwischen Burkhard Beins, Andrea Neumann und Ignaz Schick über 30 Jahre Echtzeitmusik. Jede*r der drei war überdies hinaus dazu eingeladen, einen bestimmten Aspekt herauszugreifen und mit selbst gewählten Gästen zu diskutieren. Für den vierten Teil hat Andrea Neumann die Komponist*innen und Performer*innen Neo Hülcker, Christian Kesten und Johannes Kreidler eingeladen, um über ihr künstlerisches Material und ihre Motivation als Künstler*innen zu sprechen.

Nachdem in den bisherigen Gesprächen vor allem historische und kulturpolitische Fragestellungen, kulturelle und generationale Hintergründe, geographische Einflusssphären, Strukturbildungsprozesse und der Netzwerk-Charakter der Echtzeitmusik-Szene behandelt wurden, hat Andrea Neumann damit nun eine dezidiert ästhetische und zugleich politische Fragestellung aufgeworfen. Fragen nach Material und Motivation sind für sie schon seit Beginn ihrer Karriere von zentraler Bedeutung, und stets war sie auch an einer Ausweitung ihres Materials über vorrangig musikalische Aspekte hinaus interessiert: Raum, Objekte, Körper, Gesten, Mimik und Kostüme ­­­­­­­– eine Erweiterung des Musikbegriffs begreift sie aus ihrer Praxis heraus als der Echtzeitmusik inhärent.

Vor diesem Hintergrund wird die Auswahl ihrer hochkarätigen Gäste besonders plausibel, die allesamt ein starkes Interesse an konzeptuellen und performativen Herangehensweisen verbindet. Auch wenn sich die drei eingeladenen Gesprächspartner*innen eher in anderen Szenen als der Echtzeitmusik verorten, bestehen über Genregrenzen und mögliche kritische Sichtweisen hinaus auch Schnittmengen und Anknüpfungspunkte in Hinsicht auf ästhetische, rezeptionsspezifische und politische Fragestellungen.

Moderiert von Mathias Maschat diskutiert Andrea Neumann mit Neo Hülcker, Christian Kesten und Johannes Kreidler künstlerische Positionen, die ihr Selbstverständnis aus der Erweiterung des Musikbegriffs in Richtung Interdisziplinarität, Medialität und Multimedialität, Konzeptualismus und Performance beziehen. Fragestellungen lauten zudem: Was ist das eigene musikalische oder nicht-musikalische Material? Womit, wofür, für wen oder was komponiert man? Was ist Gegenstand der eigenen künstlerischen Arbeit? Gibt es Interaktionen zwischen dem Material und den Performenden? Und wie und wo entstehen Stücke?

Frühere Gespräche waren neben der Eingangsrunde echtzeitmusik – “Generations”, konzipiert von Ignaz Schick und mit den Gästen Alexander Markvart, Rieko Okuda und Alexander von Schlippenbach, sowie echtzeitmusik and its international connectivity, konzipiert von Burkhard Beins und mit den Gästen Angharad Davies, Yan Jun und Mariá Portugal.

Die ersten drei Gespräche sind auf der YouTube-Seite des exploratorium zu finden:
imp[or]trait #2: 1990/2020 – echtzeitmusik (Mit Burkhard Beins, Andrea Neumann & Ignaz Schick)
imp[or]trait #4: echtzeitmusik – “Generations” (With Alexander Markvart, Rieko Okuda, Ignaz Schick and Alexander von Schlippenbach)
imp[or]trait #6: echtzeitmusik and its international connectivity (With Burkhard Beins, Angharad Davies, Yan Jun and Mariá Portugal)

Aufnahme: https://www.youtube.com/watch?v=2Y2Bo_Vj0Ug&t=837s

2022Sa10Dez15:0017:00EmpfehlungKandinsky – die Sprache der KünsteVom Konkreten zum Abstrakten auf der Bühne15:00 - 17:00 exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang CLernraum:Wochenend-Workshop Leitung/Facilitator: Arila Siegert und Team

Workshop zu Kandinsky 2022-12

Leitung/Facilitator

Arila Siegert und Team

Zeit/Time

Samstag, 10. 12. 2022 | 15:00 - Samstag, 10. 12. 2022 | 17:00

Ort/Location

exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang C

Inhalt/Content

Organisatorische Details || Anmeldeformular

Workshop für Musiker*-, Tänzer*-, und Schauspieler*innen

Leitung: Arila Siegert, Regisseurin/Choreografin | Ali N. Askin, Komponist | Helge Leiberg, Maler am Overhead Projektor | Carola Cohen-Friedlaender, Dramaturgin

Wir wenden uns an kreative, improvisationsfreudige und eigenschöpferische Menschen, die künstlerisch arbeiten. Sie müssten bereit und in der Lage sein, aus der Improvisation heraus ihre künstlerische Auseinandersetzung mit den theatralischen Ideen von Kandinsky praktisch zu erproben. Es geht um schöpferische Erfahrung.
Alle sollten bitte in einfarbiger Trainings-Kleidung erscheinen, in der sie sich gut bewegen können. Es wird barfuß oder in Socken gearbeitet.

Kurzvortrag Carola Cohen-Friedlaender: Einführung in die Synthese der Künste bei Kandinsky

          Ausbruch aus dem Bild in die theatralische Aktion: Bewegung-Raum-Farbe-Klang

Arila Siegert: Von Innen nach Außen

          1. Der Klang der Bewegung
          Kurze, praktische und theoretische Einführung in die drei Erscheinungsformen der Materie: Raum-Dynamik-Zeit
          Es werden Aufgaben gestellt. Ein und dieselbe Idee wird konfrontiert mit den einzelnen Künsten.

Ali N. Askin: „Zum Raum wird hier die Zeit“ (R. Wagner „Parsifal“)

          2. Klang der Musik als theatralische Aktion im Raum
          Musik als Zeit-Kunst wird konfrontiert mit dem Klang der anderen Künste
          Wie ist das Verhältnis von Musik zu Bewegung/Raum/Farbe/Licht?

– Pause –

Kurzvortrag Carola Cohen-Friedlaender: Was ist Abstraktion?

Helge Leiberg: Das Farbkonzept bei Kandinsky

          3. Der Klang der Farben und die theatralische Aktion
          -dazu Klang der Farbe: zur Bewegung, zum Raum, zum Klang als künstlerisches Ausdrucksmittel

Gruppen-Improvisieren zu Textsplittern aus Bühnenkompositionen von Kandinsky.

Kurzvortrag Carola Cohen-Friedlaender: Die Objektivisten und die Subjektivisten

Dieser Workshop findet anlässlich zweier Aufführungen von Kandinskys Bühnenkomposition Über die Mauer am 10. und 11. Dezember im exploratorium statt.
10. Dezember, 20.00: Über die Mauer
11. Dezember, 20.00: Über die Mauer

 

Alle im exploratorium aktuell gültigen Corona-Regelungen sind hier zu finden.

2022Sa10Dez20:00EmpfehlungÜber die MauerBühnenkomposition von Wassily Kandinsky20:00 exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang CBühne:Explorations

Zeit/Time

Samstag, 10. 12. 2022 | 20:00

Ort/Location

exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang C

Inhalt/Content

Ticketreservierung

Künstlergruppe Violett (DE): Kerstin Schweers, Jörg Thieme, Isabel Wamig – Performance | Arila Siegert – künstlerische Leitung | Ali N. Askin – Musik | Marie-Luise Strandt – Ausstattung | Helge Leiberg – Live-Malerei | Carola Cohen-Friedlaender – Dramaturgie | Siegfried Paul – Licht

Die Regisseurin und Choreografin Arila Siegert unternimmt mit der Künstlergruppe Violett die szenische Realisierung von Wassily Kandinskys Bühnenkomposition Über die Mauer von 1913/14 und die spielerische Auseinandersetzung mit seiner Theorie des Gesamtkunstwerks.

Der Titel ist Programm: Mit Über die Mauer überrascht Kandinsky, den meisten nur als Maler bekannt, mit einem Stück für die Bühne, das vom Schaffensprozess eines Werks erzählt und davon, welchen Stellenwert Kunst in der Gesellschaft hat. In einem ebenso ernsthaften wie amüsanten fiktiven Dialog zwischen Künstler*in und Zuschauer*in gibt er Einblicke in die Sicht des Malers, der aus der Zweidimensionalität des Bildes ausbricht und sie ins Dreidimensional-Räumliche des Theaters erweitert.

„Es geht mir um das Anstoßen oder Aufzeigen einer inneren existenziellen Kreativität. Nicht über den Weg von außen, sondern über einen inneren Weg. Das Erlebnis dessen, was Kandisky das Seelische nennt. Oder das Erleben dessen, was uns bewegt, was uns hilft, was uns auch dieses Leben als ein Wunder erleben lässt. Der Klang, die Farben. Wie jemand etwas sagt. Welche Energie kommt uns entgegen? Was bedeutet ein Abwenden, ein Zuwenden? Das sind die Dinge, die wir täglich erleben und die wir entschlüsseln müssen. Und ich sehe da einen zukunftsweisenden Ansatz bei Kandinsky, weil er die Künste in ihren Möglichkeiten nebeneinander sieht, frei agierend. Es kommt immer darauf an, was ist jetzt das Wesentliche … Es geht um Kälte und Wärme, Helligkeit und Dunkelheit. Wo kann man die Gegenstände weglassen und wo bleiben nur die Farben?“ (Arila Siegert)

Arila Siegert kommt vom Tanz, wurde ausgebildet in Dresden bei Gret Palucca. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1971 in Berlin am Tanztheater von Tom Schilling. 1979 ging sie als Solotänzerin an die Staatsoper Dresden, gründete dort am Staatsschauspiel ihr erstes Tanztheater, war „Berufene Expertin“ für die Bühne am Dessauer Bauhaus. Früh begann sie mit Rekonstruktionen von Werken des Expressionistischen Tanzes: Vogelsang, Hoyer, Wigman. Damit führte sie die Tradition des Ausdruckstanzes in die Moderne. Durch die Freundschaft von Kandinsky mit Palucca sind Prinzipien des Bauhauses in ihre Ausbildung eingeflossen. Sie realisierte einige Bühnenkompositionen von Kandinsky: Der gelbe Klang 1993, Violett 2019 (beide Anhaltisches Theater, Dessau), Über die Mauer 2021 (Akademie der Künste, Berlin). Sie ist interessiert an der Entwicklung einer neuen Tanztheater-Form, die die Vereinigung der Künste bis hin zu neuen digitalen und medialen Formen sucht. 2020 gründete sie dafür die Künstlergruppe Violett.

https://www.arila-siegert.de/

Eine weitere Aufführung von Über die Mauer findet am Folgetag, am Sonntag, den 11.12.2022 statt: https://exploratorium-berlin.de/veranstaltung/ueber-die-mauer-kandinsky-2/

Am Tag der ersten Aufführung, also am Samstag, den 10.12.2022 von 15:00 bis 17:00 Uhr, gibt Arila Siegert gemeinsam mit weiteren Beteiliten des Projekts (Ali N. Askin, Helge Leiberg und Carola Cohen-Friedlaender) einen Workshop für Musiker*-, Tänzer*-, und Schauspieler*innen, in dem aus der Improvisation heraus eine künstlerische Auseinandersetzung mit den theatralischen Ideen von Kandinsky praktisch erprobt wird: Kandinsky – die Sprache der Künste. Vom Konkreten zum Abstrakten auf der Bühne

 

Eintritt: 12/10/6 € (Normalpreis/ermäßigter Preis/Berlin-Pass)

Alle im exploratorium aktuell gültigen Corona-Regelungen sind hier zu finden.

2022Sa17Dez(Dez 17)11:00So18(Dez 18)13:30EmpfehlungRhythmus überallfür Kinder von 8–12 Jahren11:00 - 13:30 (18) exploratorium berlin, Saal 2, Aufgang DJunges explo: Wochenend- und Ferienworkshops Leitung/Facilitator: Judith Thimm

Rhythmus Workshop Kinder

Leitung/Facilitator

Judith Thimm

Zeit/Time

Samstag, 17. 12. 2022 | 11:00 - Sonntag, 18. 12. 2022 | 13:30

Ort/Location

exploratorium berlin, Saal 2, Aufgang D

Inhalt/Content

Organisatorische Details || Anmeldeformular

Wir finden Rhythmen auf verschiedenen Instrumenten und mit unserem Körper. Wir entwickeln Rhythmen und reagieren aufeinander. Wir spielen laute Post und sind im Klangwald.

Wie klingt der Regen? Wie klingt es, wenn wir fröhlich sind oder wütend?

All das können wir durch Rhythmus ausdrücken. Ein improvisatorisches Rhythmusabenteuer!

Alle im exploratorium aktuell gültigen Corona-Regelungen sind hier zu finden.

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Warum Improvisation?

Improvisation bietet uns die Möglichkeit selbst Musik zu erfinden, und zwar ganz ohne Noten. Das Besondere an dieser Form der Kreativität ist, dass sie in der Gruppe stattfindet. Wie in einem guten Gespräch inspirieren sich die SpielerInnen gegenseitig und können so Ideen entwickeln, auf die sie alleine nicht gekommen wären.

Im exploratorium steht die sogenannte Freie Improvisation im Mittelpunkt, die keine Skalen, Harmonie- oder Rhythmus-Schemata braucht. Der Klang an sich ist das musikalische Material.

Frei improvisieren(d) lernen heißt: Gestaltungserfahrungen sammeln, Musik „von innen heraus“ verstehen lernen und sich einlassen auf den musikalischen Fluss. Das erfordert Wachheit im Augenblick und intensives Lauschen auf die MitspielerInnen wie auf den kollektiven musikalischen Prozess,

Frei improvisieren, das bedeutet in jedem Moment selbstverantwortlich handeln, Eigenes einbringen und zugleich als Kollektiv agieren. Dies zu lernen, heißt fürs Leben zu lernen. Dies im Konzert zu erleben, heißt an einem besonderen Abenteuer teilzuhaben.

Das exploratorium berlin
ermöglicht:

Laien & MusikerInnen

erste Erfahrungen mit Improvisation zu sammeln und Kontakte zu knüpfen

 

PädagogInnen

Konzepte für ein lebendiges improvisatorisches Musizieren kennen zu lernen

ImprovisatorInnen

eigene Fähigkeiten zu vertiefen,
neue Erfahrungen zu sammeln und neue MitspielerInnen kennen zu lernen

MusikerInnen & Ensembles

Konzerte zu geben, auch in Zusammen- Arbeit mit KünstlerInnen aus anderen Sparten

begeisterten
ZuhörerInnen

Konzerte von jungen Ensembles bis zu international prominenten MusikerInnen zu erleben