exploratorium_2021-1

Download des aktuellen Programms

Hier finden sich unsere Ankündigungen zu Konzerten ab Januar 2020. Für weiter zurück liegende Konzerte informieren Sie sich bitte in unserer Konzertgalerie oder in unseren alten Programmheften, Plakaten und Flyern.

 

2021Fr01Jan0:00So21März(März 21)23:59Keine Präsenzveranstaltungen bis mindestens 21. März 2021 möglich(Januar 1) 0:00 - (März 21) 23:59 Bühne:Improvisation InternationalLernraum:Wochenend-WorkshopSpielraum:Offene Bühnen

Zeit/Time

Freitag, 01. 01. 2021 | 0:00 - Sonntag, 21. 03. 2021 | 23:59

Inhalt/Content

Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung sind bis mindestens 21. März 2021 im exploratorium keine Präsenz-Veranstaltungen möglich.

Zur Linderung kultureller Mangelerscheinungen bietet unsere explorative Hausapotheke stattdessen:

Wir wünschen gutes Durchhalten und freuen uns auf bessere Zeiten!

2021Do18März20:00Recorded LandscapesMuss wegen Corona-Lockdown leider entfallen20:00 exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang CBühne:Improvisation International

Zeit/Time

Donnerstag, 18. 03. 2021 | 20:00

Ort/Location

exploratorium berlin, Saal 1, Aufgang C

Inhalt/Content

Recorded Landscapes

La Barca Vá: Duo Sabine Vogel & Marta Zapparoli
5 Seen: Solo Sabine Vogel

Sabine Vogel (DE): Verstärkte Flöten, Bansuri im Wasser, Objekte, Video
Marta Zapparoli (IT/DE): Radioempfänger, Antennen und Kassetten

Recorded Landscapes ist eine Serie audiovisueller Stücke der Flötistin und Komponistin Sabine Vogel, die sich mit Ideen von Heimat, Natur und Identität auseinandersetzen. Präsentiert werden davon zwei, eines im Duo mit der italienischen Sound-Künstlerin Marta Zapparoli: La Barca Vá (Duo) und 5 Seen (Solo).

Sabine Vogel sagt über ihr Projekt: „Die Landschaft, in der ich aufwachse, prägt mich. Die Dinge, die ich dort erlebe, die Spiele, die ich spiele, die Eindrücke, die ich bekomme, hinterlassen einen Abdruck in meinem ‚Sein‘, in meinen ‚Erinnerungsschichten‘. Es besteht eine Verbindung zwischen mir und diesem Ort, dieser Landschaft. Die Landschaft, in der man aufgewachsen ist, kann einem ein starkes Gefühl von Heimat vermitteln. Als Musiker*innen reisen wir viel, sind sozusagen ‚auf der ganzen Welt zu Hause‘, dennoch haben wir unsere Wurzeln meist an einem sehr spezifischen Ort. Die individuelle Biographie der Musiker*innen wird somit zum Ausgangspunkt meiner Stücke, sie ist ihnen gleichsam unmittelbar geographisch eingeschrieben.

Wie ist es, wenn ich diesen Ort mit jemandem teile? Wenn jemand diesen Ort durch meine Augen sieht, ihn kennenlernt, wahrnimmt? Wenn ich die Geschichten, die ich dort erlebt habe, mit diesem Menschen teile? Dies kann ein tieferes Verständnis für die jeweilige Kultur und auch den Menschen vermitteln und dadurch natürlich auch Auswirkungen auf die Musik und das gemeinsame kreative Schaffen haben. Durch gemeinsames Erleben, sich in die Umgebung ‘eintunen’, hören, wahrnehmen, improvisieren und experimentieren nähern sich die Spieler*innen dem jeweiligen Ort. Aus dem Material entsteht eine audiovisuelle Komposition, der dann die Spieler*innen in Echtzeit eine neue Klangschicht hinzufügen und somit den Prozess einer entstehenden ‘Klang’landschaft immer wieder neu kreieren.

Eine Felsformation manifestiert den Entstehungsprozess einer Landschaft, einen Aufzeichnungsprozess von Bewegung und Evolution. Visuelle Details solcher Formationen können als grafische Partituren behandelt werden, die gespielt werden, um Landschaft in Klang zu verwandeln und dies wiederum kann erneut aufgenommen werden; Recorded Landscapes ist somit die Manifestation des Prozesses einer entstehenden Landschaft. Was beinhaltet dieser Prozess einer entstehenden Landschaft? Ist es nicht so, dass jede Präsenz eines Tieres, eines Menschen die Landschaft für den Augenblick des ‚Daseins‘ verändert? Und verändert die Landschaft auch mich?“

Sabine Vogel beschäftigt sich intensiv mit modernen Spieltechniken, Klang und Improvisation und hat ein eigenes Vokabular auf ihrem Instrument entwickelt, sowohl akustisch wie auch mit Erweiterung elektronischen Equipments und bestimmter Mikrophonierung. In ihren Kompositionen vermischt sie Flötenklänge aus dem Innen ihrer Flöten, die sich oft auf der Schwelle des Unhörbaren befinden, sozusagen den Mikrokosmos ihrer Klangwelt, mit field recordings – Aufnahmen aus dem Außen, dem Makrokosmos. In ihren ortsbezogenen Arbeiten, Klanginstallationen und Live- Performances in der Natur beschäftigt sie sich mit Klang, Ort, Zeit, Moment und Erinnerung.

Marta Zapparoli ist eine italienische Klang- und Improvisationskünstlerin, Performerin und autodidaktische Forscherin, deren Karriere in der musikalischen Untergrund-Szene Bolognas begann. Im Alter von 15 Jahren begann sie ihre Ausbildung in Bildender Kunst und Sopran-Saxophon und war auch aktiv in den experimentellen Ausrichtungen von Theater, Tanz, Performance und Radioproduktion. Seit 2000 ist sie vor allem interessiert an experimenteller Noise-Musik und war Mitbegründerin des Hotelnuclear-Kollektivs. Anschließend entwickelte sie ihr Solo-Projekt, dessen Fokus vor allem auf akustischen Ökologien, Außenaufnahmen und Lärmbelastung sowie elektromagnetischen Frequenzen liegt. Seit 2014 arbeitet sie an einem neuen Projekt zu „unhörbaren Klängen“, das auf dem Empfang und weltweit gemachten Aufnahmen von Phänomenen durch Radiofrequenzen, von Menschen produzierten Lärm-Signalen, kabelloser Kommunikation und natürlichem Radio (VLF) basiert, die sie in ihren Live-Auftritten, Klang-Interventionen und ‑Installationen verwendet.

www.sabvog.de
http://www.martazapparoli.klingt.org
5 Seen: https://vimeo.com/384520809

Eintritt: 12/10/6 € (Normalpreis/ermäßigter Preis/Berlin-Pass)

Der Aufzug des exploratorium berlin ist bis mindestens 31. März 2021 außer Betrieb!

19.00: soundwalk mit Thomas Gerwin

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